"Stop Aids"-Kampagne 2003 lanciert

BAG - Co-Absenderin ist die Aids-Hilfe Schweiz.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lanciert in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Schweiz die "Stop Aids"-Kampagne 2003. Ab 22. April werden in der ganzen Schweiz 7000 Plakate mit Slogans auf gelbem Hintergrund ausgehängt. Die Slogans -- 87 deutsche, 40 französische und 25 italienische - sollen bei Leserinnen und Lesern Reaktionen hervorrufen, indem sie sich an verschiedene "Autoritäten", Institutionen, Gruppierungen, Geschäfte oder Akteure des gesellschaftlichen Lebens wenden. Die Slogans sind auf klare Botschaften reduziert und wollen für die HIV/Aids-Prävention einen günstigen Boden vorbereiten. Die Plakate der Kampagne 2003 werden nicht nach dem Zufallsprinzip im öffentlichen Raum ausgehängt, sondern sozusagen in ihrem "natürlichen" Umfeld platziert. So wird etwa ein Slogan zum Sextourismus an Flughäfen zu finden sein.

Zwei unterschiedliche Plakatierungsphasen bilden die Kampagne. In der ersten Phase ab 22. April werden die Plakate für eine Dauer von vier Wochen in der ganzen Schweiz zu sehen sein. Das Zielpublikum dieser ersten Serie ist die allgemeine Bevölkerung. Einige Slogans werden von Multiplikatoren verkündet, das heisst von Instanzen, die durch ihre Nähe zu gewissen Bevölkerungskreisen geeignet sind, dem Präventionsaufruf eine grössere Wirkung zu verleihen. Open Air Festivals, Grossverteiler, Lehrer- und Elternschaft sind beispielsweise solche Partner. Die zweite Phase der "Stop Aids"-Kampagne ist für den August geplant; sie wird am 12. August beginnen und ebenfalls vier Wochen dauern. Sie vermittelt Botschaften der direkten Prävention und wendet sich an bestimmte Zielgruppen wie die Gay Community oder MigrantInnen, die von der Zunahme der Neuinfektionen im Jahr 2002 besonders betroffen waren.

Angesichts der epidemiologischen Situation wendet sich das Bundesamt für Gesundheit parallel zu den zwei Plakatphasen der "Stop Aids"-Kampagne 2003 zusätzlich mit spezifischen Massnahmen an MSM (men having sex with men). Lokale, wo sexuelle Aktivitäten möglich sind und "vor Ort" praktiziert werden -- Saunen, Bars, Discos, Klubs mit Darkrooms -- sollen motiviert werden, ihre Gäste in geeigneter Form zu informieren.

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