Strafanzeige wegen Fake-Plakat angekündigt

Coop - In der Stadt Zürich kursieren Plakate und Schreiben im Namen der «Coop Wohngenossenschaft». Coop distanziert sich von der falschen Werbung.

Es klingt wie ein Weihnachtsgeschenk: Bezahlbarer Wohnraum mitten in der Stadt Zürich. Auf einem Plakat, auf dem ein kleines Mädchen unter einem Christbaum sitzt, heisst es: «Für Wohnungssuchende. 1000 neue Genossenschafts-Wohnungen auf dem Swissmill Areal.» Rechts unten ist das Logo von Coop zu sehen.

Coop distanziert sich vom Plakat, wie ZüriToday zuerst berichtete. Auf Twitter schrieb die Detailhändlerin: «Absender & Website stehen in keiner Verbindung zur Coop Genossenschaft».


Für die Urheber der Fake-Plakate könnte «der aufwendige und kostspielige Scherz» juristische Folgen haben, so die NZZ. Coop habe auf Anfrage angekündigt, Strafanzeige gegen Unbekannt einzureichen.

Hinter der Aktion könnte eine «Gruppe von besorgten Bürgerinnen und Bürgern» stecken, wie es am Freitag auf nzz.ch weiter heisst. Als Grund für die Werbekampagne nennt eine anonyme Person gegenüber der Zeitung die akute Wohnungsnot in der Stadt Zürich. Coop könne in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine wichtige Rolle spielen.

Vor gut zwei Jahren kündigte Coop 25 Bewohnerinnen und Bewohnern von zwei Liegenschaften neben dem Swissmill Tower. Es sollen Büroräumlichkeiten entstehen. Trotz politischem Nachspiel hielt Coop an den Plänen fest. Derzeit laufen laut NZZ die Sanierungsarbeiten. (cbe)