Auf dem Plakat für das Zürcher Bademode-Unternehmen Ta-bou posiert das Model Sylvia Petkovic mit Blick in die Kamera, die Hände im Nacken und die Beine gespreitzt. Nun hat die Stadt Zürich den Aushang dieser Plakate verboten, wie der Tages-Anzeiger in seiner Dienstagsausgabe schreibt.
"Das Plakat ist sexistisch", begründet Basil Müller -- Chef der zuständigen Abteilung Bewilligungen der Stadtpolizei -- den Entscheid gegenüber dem Tagi. "Stossend ist, dass die Frau mit einladend gespreitzten Beinen posiert". Auf diese Weise wandere der Blick des Betrachters weg vom Badeanzug, die Frau werde zum "lüsternen Sexobjekt". Das wiederum verletzte die Gefühle des Betrachter "in sittlicher Hinsicht", führt Müller weiter aus.
Wie Müller gegenüber dem Tages-Anzeiger betont, seien alle involvierten Stellen zum Schluss gekommen, dass das Plakat zu verbieten sei. Er widerspricht damit der Darstellung von Ta-bou-Besitzer Gianni De Nicola wonach die Polizei grünes Licht für das Plakat signalisiert habe. Erst Polizeidepartements-Vorsteherin Esther Maurer habe das Verbot ausgesprochen.
Die Stadtpolizei stellte Ta-bou gemäss Tagi in der Folge in Aussicht, das Plakat in abgeänderter Form zu bewilligen. De Nicola reichte daraufhin drei neue Versionen ein, wovon schliesslich diejenige bewilligt wurde, bei der die Schamgegend und die Beine des Models nur noch teilweise zu sehen sind.
Die beanstandete Version