Ein von TBWA\Zürich kreierter kurzer Spot zu der Passabene-App von Coop soll beim Verkaufspersonal für Ärger sorgen. Das Coop-Personal sei sauer, heisst es bei der Gewerkschaft Unia gegenüber dem Newsportal Nau.ch.
Im Spot zu sehen ist ein Duell zwischen einer Kassiererin und einer Kundin. Die Kassiererin scannt die Ware so schnell, dass die Kundin mit dem Einpacken nicht nachkommt. Die Botschaft: Die Passabene-App vereinfacht das Einkaufen durch Self-Scanning. «Genau das dramatisieren die Spots auf unterhaltsame und emotional nachvollziehbare Art und münden in der direkten Aufforderung, sich den Mehraufwand mit Hilfe der passenden App zu sparen», so TBWA\Zürich im November, als mehrere kurze Spots vorgestellt wurden (persoenlich.com berichtete).
Doch genau diese überspitzte Darstellung würde die Verkäuferinnen und Verkäufer bei Coop abwerten, so eine Unia-Sprecherin. «Das macht sie zu Recht wütend.»
Coop wehrt sich gegen die Kritik. Man könne zwar diese Sichtweise verstehen. Aber: «Zur Werbung gehört es, dass Situationen teilweise überspitzt und mit einem Augenzwinkern dargestellt werden», so ein Coop-Sprecher zu Nau.ch. Es sei nicht beabsichtigt gewesen, «die wertvolle Arbeit an der Kasse in irgendeiner Weise infrage zu stellen». Lange werde der Spot ohnehin nicht mehr im Fernsehen zu sehen sein. Die Kampagne neige sich dem Ende entgegen. (cbe)