Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nachdrücklich eine internationale Initiative zum Verbot von Tabakwerbung gefordert. Die von den Tabakkonzernen angebotene freiwillige Selbstkontrolle sei gescheitert, erklärte WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland am Donnerstag in Genf, wie AP vermeldet. Die WHO warf den Konzernen vor, eine massive Lobby-Arbeit gegen gesetzliche Restriktionen betrieben zu haben. So hätten die Konzerne gemeinsam den Regierungen, den Vereinten Nationen und der Weltbank angeboten, selbst dafür zu sorgen, dass ihre Werbung nicht auf Nichtraucher und Jugendliche abzielt. "Es ist in der Werbung unmöglich, zwischen einem 19-Jährigen und einem 17-Jährigen zu unterscheiden", erklärte die WHO hierzu. Die Tabakwerbung wende sich zwar nach eigenen Verlautbarungen an die 18- bis 24-Jährigen, sei aber gerade auch für Jugendliche attraktiv, hiess es.
Verbot von Tabakwerbung gefordert
WHO - Freiwillige Selbstkontrolle als gescheitert betrachtet.