Verkehrssicherheitskampagne 2003 lanciert

"drink or drive" - Weil Kompromisse tödlich enden können...

Der Schweizerische Verkehrssicherheitsrat hat am Dienstag seine jährliche landesweite Aktion zum Thema Alkohol im Verkehr gestartet. Der Slogan "drink or drive" soll Fahrzeuglenkern bewusst machen, dass Alkohol und Autofahren sich nicht vertragen. Bei jedem fünften Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang sei Alkohol im Spiel, riefen Vertreter des Verkehrssicherheitsrates in Bern vor den Medien in Erinnerung. Sie hoffen, dass verdachtsfreie Atemluftkontrollen, wie sie das revidierte Strassenverkehrsgesetz ab 2004 vorsieht, mithelfen, die Zahl der Alkoholunfälle zu senken.

Es gehe um mehr, als den neuen Grenzwert von 0.5 Promille zu untermauern. Wer Alkohol konsumiert, soll sich bewusst entscheiden, nicht mehr zu fahren. Hier setzt der Slogan "drink or drive" an, welcher mit der konkreten Handlungsanweisung eine eindeutige Entscheidung fordert.

Hoch emotionales Bild

"Alkohol ist kein Randgruppenphänomen, sondern Teil unseres gesellschaftlichen Verhaltens", sagte Hans Ulrich Büschi, Präsident des Verkehrssicherheitsrates. "Wir setzen auf eine klare Sprache und wollen damit ganz speziell die jungen Fahrzeuglenker, die besonders gefährdet sind, ansprechen." Aber auch die über 25-jährigen Alkoholkonsumenten würden nicht vernachlässigt: "Das hoch emotionale Bild des zerbrochenen Glases an Stelle des Schaltknüppels ist ebenso klar wie der griffige Slogan 'drink or drive'."

Neben den Plakaten kommt mit dem Einsatz eines Spots in allen Schweizer Kinos und im Fernsehen ein weiteres Instrument der Massenkommunikation zum Zug. Darin wird mit einer überzeichneten Verhörsituation Aufmerksamkeit erregt. Die Frage, um was es im Dialog zwischen Kommissar und Befragtem geht, bleibt lange offen. Erst die Schlussszene - die Gegenüberstellung des Verhörten mit fünf alkoholischen Getränken -- schafft die eindeutige Zuweisung zur Problematik Alkohol im Strassenverkehr.