Weniger China unter dem Weihnachtsbaum

Gamechanger - Die "Fair Toys"-Kampagne für Solidar Suisse nimmt den Spielwarenverband ins Visier.

Plüschtiere, Puppen, Modellfahrzeuge: Jedes zweite verkaufte Spielzeug unter dem Christbaum stamme aus China – und werde unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt, dies schreibt Gamechanger in einer Mitteilung. Mit der Kampagne "Fair Toys" für das Hilfswerk Solidar Suisse will die Agentur den Spielwarenverband Schweiz auffordern, sich für Transparenz, existenzsichernde Löhne und schärfere Kontrollen einzusetzen.

Rund die Hälfte der Spielwaren, die dieses Jahr den Weg unter den Christbaum finden, stammt aus China, so Plüschtiere von Hasbro, Disney-Figuren wie Frozen oder die Hot Wheels-Modellbahn von Mattel. Dass diese unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt werden, führte jüngst der Bericht von SRF-China Korrespondent Pascal Nufer vor Augen führte.

 
 
 
Mit der Kampagne "Fair Toys", welche die Kampagnenagentur Gamechanger bei der Konzeption und Umsetzung unterstützte, richtet Solidar Suisse einen öffentlichen Appell an den Spielwarenverband Schweiz. "Wir fordern einen Lohn, der zur Existenzsicherung reicht, unabhängige Kontrollen und Beschwerdemechanismen für die Arbeitnehmenden in den Fabriken", erklärt Simone Wasmann von Solidar Suisse in der Mitteilung. Es sei Zeit, dass die Branche Verantwortung übernehme. (pd)