Mit Nachdruck hat der EACA-Verband europäischer Marketingagenturen (European Association of Communications Agencies) Stellung gegen alle Versuche bezogen, der Werbung die Schuld für eine europaweit zunehmende Obesität (chronisches Übergewicht, Fettleibigkeit) in die Schuhe zu schieben. Auf seiner Jahrestagung in Brüssel befasste sich der Verband insbesondere mit dem Aufruf von Experten aus der Humanmedizin, in Europa alle auf Kinder und Jugendliche zielende Werbung für zuckerhaltige Getränke und (kalorienreiches und meist nährstoffarmes) Junk Food zu verbieten. Seine strikte Ablehnung einer derart restriktiven Massnahme begründet der Verband unter anderem mit einer Studie, die sich speziell mit kindergerichtetem Marketing befasst. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse konnte der Ökonomiepsychologe Brian Young von der britischen Universiät Exeter veranschaulichen, dass Essgewohnheiten von einer ganzen Reihe von Faktoren herrühren und beeinflusst werden, wobei der Werbung jedoch nur eine unbedeutende Rolle zukommt.
Werbung macht nicht dick
Studie - EACA widersetzt sich dem Versuch, Werbung zum Sündenbock für Übergewicht zu machen.