Zweithöchster Werbedruck in der Schweiz

Studie "Advertising 2002" - Ehemaliger "Status Report" informiert über Wirtschaft und Werbung in 24 Ländern.

Ungeachtet der weltweit schwierigen Wirtschaftslage 2001 sind die jungen Werbemärkte in Osteuropa durchgängig gewachsen, zum Teil sogar zweistellig. Insbesondere in Rumänien (+ 38 Prozent), Polen (+ 24 Prozent) und Ungarn (+ 19 Prozent) wurde deutlich mehr Geld in klassische Werbung investiert als im Vorjahr. Der Werbeträger Fernsehen konnte dabei überproportional zulegen - in den genannten Ländern um 23 bis 48 Prozent. Das geht aus der aktuellen Studie "Advertising 2002 - International Key Facts" der IP-Vermarktungsgesellschaften und der RTL Group hervor, die bisher unter dem Titel "Status Report" erschien.

"Advertising 2002" beleuchtet auf 114 Seiten die Entwicklung von Wirtschaft und Werbung in 22 Ländern Europas sowie in Japan und den USA. Die Darstellung pro Land umfasst eine Mehrjahresentwicklung der wichtigsten wirtschaftlichen Eckdaten sowie die werberelevanten Kenngrössen - von den Spendings über den Mediasplit der Mediengattungen bis zu den für die Werbung wichtigsten Branchen und Unternehmen.

Anhand der errechneten Werbeausgaben pro Einwohner lässt sich der Reifegrad eines Werbemarktes bzw. der dort herrschende Werbedruck ermitteln. Betrachtet man vergleichend die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Werbung in den klassischen Medien und im Internet, führen die USA (555 Euro pro Kopf) mit deutlichem Abstand vor der Schweiz (381), Norwegen (371) und Japan (305). In diesen Ländern ist der Werbedruck also am höchsten. Den geringsten Wert mit 19 Euro pro Einwohner verzeichnet die Slowakei. Überhaupt liegen die osteuropäischen Länder im internationalen Vergleich weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau des Werbedrucks. Zum Vergleich: Deutschland belegt mit jährlichen Werbespendings von 187 Euro pro Kopf einen Platz im internationalen Mittelfeld.