Der deutsche Hard-Discounter Lidl plant den Grossansturm auf die Schweiz 2008. Dies sagt Andreas Kosanke, der jahrelang im obersten Kader von Lidl gearbeitet hat. "2009 werden Aldi und Lidl zusammen mehr als 1 Milliarde Franken Umsatz machen in der Schweiz", so Kosanke gegenüber dem Tages-Anzeiger (TA). Kosanke, der Geschäftsführer der Kreuzlinger Immo Suisse ist, rechnet damit, dass Lidl 15 Filialen aufs Mal eröffnen wird. 25 weitere sollen im selben Jahr folgen. Lidl macht keinen Hehl daraus, dass er Höchstpreise für Bauland bietet: In Muri AG zahlte er 320 Franken pro Quadratmeter -- üblich sind 235 Franken.
Thomas Hochreutener vom Marktforschungsinstitut IHA-GfK rechnet damit, dass Aldi und Lidl 2010 rund 1 Milliarde Franken umsetzen werden. Entscheidend ist für ihn, wie die anderen Detailhändler reagieren. "Je nachdem können die Hard-Discounter dann auch nur 700 Millionen oder 2 Milliarden umsetzen", so Hochreutener im TA. Lidl hat nun Zeit, den Schweizer Markt zu beobachten. Lidl ist zudem preisaggressiver als Aldi. So rechnet Kosanke mit einem Preisabstand von 20 Prozent bei Lidl, während Aldi auf etwa 7 Prozent kommt.