Herr Grand, am Mittwoch findet im Zürcher Kongresshaus die 21. GfM-Trendtagung statt. Warum haben Sie dieses Jahr das Motto "Leaders in Marketing - winning in a challenging marketplace" gewählt?
In den vergangenen Jahren waren die Themen "Innovation/Erneuerung" und "Strategie" im Zentrum der Aktivitäten der GfM. Das Thema "Leaders in Marketing - winning in a challenging marketplace" war der logische nächste Schritt in dieser Reise. Für die wissenschaftliche Leitung sind die Professoren Tomczak und Jenewein verantwortlich. Sie legen das konzeptionelle Fundament zum Thema Leadership. Experten aus der Praxis (IBM, Migros, Bundesverwaltung) zeigen, wie diese Konzepte im Berufsalttag umgesetzt werden.
Erstmals wird nicht mehr Roger de Weck, der im vergangenen Jahr zum SRG-Generaldirektor gewählt wurde, die Veranstaltung moderieren. Haben Sie einen würdigen Ersatz gefunden?
Zuerst Dank an Roger de Weck für seine jahrelange sehr professionelle Arbeit. Mit Christine Maier, bekannt aus der Sendung "Club" hat die GfM eine würdige Nachfolgerin gefunden.
Als GfM-Geschäftsführer sind Sie ein guter Seismograph für die Anliegen der Branche. Welche Probleme beschäftigen die Marketingleute momentan am meisten?
Die Marketing-Agenda 2011: Die Menschen - früher oft eindimensional als Konsumenten oder Verbraucher klassifiziert - stehen im Zentrum. Marketingverantwortliche, die die Menschen ganzheitlich betrachten und versuchen ihnen echte Lösungen bei ihren alltäglichen Sorgen und Wünschen zu liefern, werden zu den Gewinnern gehören. Philip Kotler der Altmeister des Marketings spricht hier von "Marketing 3.0". Ein weiteres zentrales Thema für das Marketing ist der Einfluss der neuen Medien (Stichwort "Social Media") auf das tägliche Leben und damit auf alle Aspekte des Marketings.
Interview: Matthias Ackeret.