Im Endspurt des US-Wahlkampfs hat sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama bei drei der grössten Fernsehsender eine halbe Stunde Werbezeit gekauft. Die Sondersendung läuft am Mittwochabend zeitgleich auf CBS, NBC und Fox. Auch der grösste spanische TV-Sender in den USA, "Univision", will seinen Zuschauern eine auf Spanisch übersetzte Version der Werbung bieten..
Ein Millionenpublikum ist Obama dabei sicher, weil sein halbstündiger Spot genau vor einem mit Spannung erwarteten Baseball-Spiel laufen soll. Zum Inhalt der halbstündigen Wahlsendung mit dem Titel "Barack Obama: American Stories" hielten sich Obamas Mitarbeiter bedeckt. Branchenkenner schätzen die Kosten für die Obama-Show auf bis zu rund fünf Millionen Dollar. Bislang gab Obama insgesamt 230 Millionen Dollar für TV-Spots aus, die bisher höchste Summe in einem Präsidentschaftswahlkampf.
Zum Vergleich: Sein Rivale John McCain und der republikanische Parteivorstand haben bisher zusammen 118 Millionen Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben. Zuletzt hatte der Milliardär Ross Perot, der bei der Präsidentschaftswahl 1992 als unabhängiger Kandidat antrat, einen ähnlichen langen Spot geschaltet.