09.02.2012

Pepsi

8'700 Jobs gestrichen

Geld soll in Werbung investiert werden.

Im Kampf mit Coca-Cola um die Gunst der Kundschaft müssen bei Pepsi rund 8'700 Mitarbeiter gehen. Das sind etwa drei Prozent aller Beschäftigten in 30 Ländern. Bis zum Jahr 2014 sollten insgesamt 1,5 Milliarden Dollar eingespart werden, erklärte der US-Lebensmittelmulti am Donnerstag. Das eingesparte Geld soll unter anderem in mehr Werbung gesteckt werden. Auch die Pepsi-Aktionäre sollen einen Teil abbekommen durch eine höhere Dividende und einen Aktienrückkauf.

"2012 wird ein Jahr des Umbaus werden", sagte Konzernchefin Indra Nooyi. Pepsi muss unter anderem gestiegene Rohstoffkosten verdauen. In diesem wirtschaftlichen Umfeld sei es aber nicht möglich, einfach die Preise für Pepsi-Produkte im gleichen Masse zu erhöhen, erklärte der Konzern. "Wir mussten einige harte Entscheidungen treffen", sagte Finanzchef Hugh Johnston. Es ist allerdings nicht so, dass Pepsi derzeit schlecht dastünde: Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn um zwei Prozent auf unter dem Strich 6,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 66,5 Milliarden Dollar zu, was allerdings auch an der Übernahme zweier wichtiger nordamerikanischer Abfüllbetriebe lag.

Auch das letzte Quartal war positiv. Der Pepsi-Konzern steigerte im vierten Quartal seinen Überschuss auf 1,42 Milliarden Dollar von 1,37 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar. Erzrivale Coca-Cola war jedoch noch rasanter gewachsen. Das hatte den Druck auf Pepsi erhöht. PepsiCo, wie der Konzern vollständig heisst, produziert neben der bekannten Cola auch Fruchtsäfte (Tropicana), Eistee (Lipton), Snacks (Lay's, Doritos) und Frühstücksflocken (Quaker Oats). Für 2012 rechnet Pepsi wegen der Investitionen mit einem Ergebnisrückgang um fünf Prozent. Im kommenden Jahr sei dann wieder ein Wachstum im hohen prozentual einstelligen Bereich zu erwarten. (sda/dpa/rtd)


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