Vor 15 Jahren wurde Amazon gegründet. Ursprünglich als Internet-Buchversand. Doch heute gibt es kaum noch etwas, dass nicht auf der Einkaufsplattform angeboten wird: Bücher, CDs und DVDs, aber auch Spielzeug, Windeln und Ersatzteile für das Auto kann man über das Portal bestellen. "Amazon hat sich in der Wahrnehmung der Kunden vom Buchhandel zu einem generellen Online-Händler entwickelt und das ist natürlich eine sehr vorteilhafte Situation", so Scot Wingo von ChannelAdvisor, einem Unternehmen, dass Händlern wie Wal-Mart den Einstieg ins Online-Geschäft erleichtern möchte, gegenüber der New York Times. Wingo erwartet, dass im kommenden Jahrzehnt E-Commerce bereits 15 Prozent des weltweiten Handels ausmachen könnte.
In den vergangenen Jahren konnte Amazon deutlich wachsen. Die Kunden wurden vor allem zog dabei bei eBay abgezogen. Der konventionelle Handel ist von dieser Entwicklung stark beeinträchtigt. Während grosse Ketten versuchen, ihre Strategie umzustellen, fürchten kleinere Geschäfte für Sportwaren, Schmuck oder ähnliches um ihre Existenz. Ähnlich wie kleine Buchhandlungen oder Videotheken könnten sie vom Online-Handel verdrängt werden. Denn auch die Krise konnte Amazon kaum etwas anhaben. Während der Verkauf von CDs, Büchern und DVDs stagnierte, konnten andere Bereich um 35 Prozent oder etwa zwei Milliarden Dollar wachsen.
Die Ambitionen, sämtliche Produktkategorien abdecken zu wollen, scheinen ungebremst. Erst kürzlich hat Amazon seine eigene Linie von Elektronikzubehör vorgestellt. Neben der Übernahme von anderen Online-Händlern lohnt sich für Amazon ausserdem der Verkauf von Waren anderer Händler. Diese Third-Party-Transaktionen bringen dem Unternehmen 15 Prozent Anteil an jedem Verkauf. Gleichzeitig ist Amazon dabei, sein weltweites Vertriebsnetz auszubauen, um Waren schneller zu den Kunden bringen zu können. (pte)