Jedes vierte Unternehmen in der Schweiz will in den nächsten 12 Monaten eine Marketing-Agentur mit grösserer Expertise in digitalen Medien engagieren oder hat dies im letzten Jahr bereits getan. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie zur "Agentur der Zukunft" von Sapient. Im Rahmen der Studie wurden 500 Marketing-Manager in der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden und Schweden dazu befragt, was die "Agentur der Zukunft" ausmacht und welche Services am dringlichsten nachgefragt werden.
Auf Basis der Studienergebnisse hat Sapient Interactive, Sapients Sparte für interaktive Marketing-Services, die folgende Liste mit den fünf wichtigsten Anforderungen an die Agentur der Zukunft zusammengestellt:
1. Digitales Marketing als integriertes Service-Angebot
Die steigende Nachfrage nach Expertise im digitalen Marketing wird zunehmend zu einer Herausforderung für etablierte Techniken wie das Direktmarketing. Die Befragten erwarten, dass der Umfang des digitalen Marketing in den nächsten 12 Monaten um 45 Prozent steigen wird. In der Schweiz werden nach Deutschland mit 42 Prozent die höchsten Zuwachsraten erwartet, gefolgt von Grossbritannien (26 Prozent), Schweden (22 Prozent) und den Niederlanden mit nur 17 Prozent.
2. Expertise im digitalen Marketing ist überlebenswichtig
Im europäischen Vergleich haben derzeit Schweizer Unternehmen am wenigsten Vertrauen in ihre aktuelle Agentur, wenn es um digitale Medien geht: 35 Prozent der befragen Unternehmen waren sich unsicher, ob ihre derzeitige Agentur im Bereich Digital/Interactive gut aufgestellt ist. In Deutschland zum Beispiel ist sich dagegen die Mehrheit der Unternehmen sicher, dass ihre derzeitige Agentur gut für interaktive und digitale Medien gerüstet ist (65 Prozent extrem sicher).
3. Kreativität und Verständnis für die Marke
Kreativ-Dienstleistungen (83 Prozent), das Verständnis für das Verhalten der Konsumenten (68 Prozent) und Branding (58 Prozent) zählen in der Schweiz wie auch in den anderen Ländern zu den Top drei Anforderungen an Agenturen. Interactive/Digital rangiert an fünfter Stelle der Prioritätenskala, hat aber zum Beispiel Direkt Marketing bereits überholt und liegt nur noch knapp hinter Print-Medien.
4. Verstärkter Einsatz von "Pull"-Interaktionen und virtuellen Communities
Um mit ihren Konsumenten in Kontakt zu treten, erwarten 75 Prozent der Marketing-Fachleute von den Agenturen den Einsatz von "Pull"-Interaktionen -- also beispielsweise Online-Communities wie Facebook -- statt der traditionellen "Push"-Kampagnen. Die Studie zeigt, dass das Interesse der Marketing-Fachleute am Einsatz sozialer Netzwerke derzeit in Grossbritannien am geringsten ist (22 Prozent), während Unternehmen in der Schweiz (42 Prozent) und in Deutschland (35 Prozent) das grösste Potenzial im Marketing über soziale Netzwerke sehen.
5. Taten sprechen lassen
Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) hält es für wichtig, dass die Agenturmitarbeiter selbst die sozialen Netzwerke und digitalen Medien aktiv nutzen, die sie ihren Kunden empfehlen.