Apple teilt sich Namen mit Tamponmarke

iPad - US-Frauen belustigt über Begriff.

Apples mit Spannung erwartetes Tablet hat gleich zur Präsentation für eine Welle an Belustigung gesorgt. Dabei ging es nicht um technische Daten und Fakten, sondern um den Namen iPad. Denn in den USA teilt sich das neue Apple-Gerät seinen Namen mit einer bekannten Tamponmarke. Vor allem, aber nicht nur bei nordamerikanischen Frauen kam mit dem Moment der iPad-Enthüllung auch die Assoziation mit dem Hygieneartikel auf.

Innerhalb kürzester Zeit stieg zum Zeitpunkt der Produktpräsentation der Begriff "iTampon" zu einem Trending Topic bei Twitter auf. Insbesondere Frauen reagierten etwas verstört, da die Assoziation mit dem Tampon derart vordergründig war. "Arbeiten irgendwelche Frauen in der Apple-Marketingabteilung", wundert sich Brooke Hammerling, Gründerin der PR-Firma Brew Media Relations. Es scheine, als habe man in Bezug auf den Produktnamen kaum Befragungen durchgeführt oder Feedback eingeholt.

Aber nicht nur Frauen zeigten sich "überrascht". Auch der Social-Media- und PR-Experte Peter Shankmann äussert sich gegenüber der "New York Times" kritisch. Es sei erstaunlich, dass gerade Apple, das normalerweise auf jedes Detail achte, hier etwas übersehen habe.

Dass der belustigende Name dem iPad letztlich ernsthaft schaden könnte, glaubt trotz der Aufregung darüber auch in den USA kaum jemand. "In drei Monaten, wenn es sich wie erhofft etabliert hat, wird sich niemand mehr an die Scherze erinnern", glaubt Hayes Roth, Chief Marketing Officer bei Landor Associates, einer Markenberatungsfirma. Apple habe vermutlich ohnehin über den Namen diskutiert, ihn aber trotzdem gewählt, weil er so gut in die Produktpalette passe. Apple selbst hat die Namensfrage bisher noch nicht kommentiert. (pte)