Aufruf zur Umkehr bei Konsumverhalten

konsumfreu(.)de - “Wennschon dennschon“

Die Kölner Beratungsagentur konsumfreu(.)de hat einen Aufruf zur Umkehr beim Konsumverhalten gestartet. Spätestens mit der von der Werbeagentur Jung von Matt 2002 im Auftrag des Elektro-Riesen Saturn lancierte "Geiz ist geil"-Kampagne sei die Qualität durch den Preis als Verkaufsargument Nr. 1 abgelöst und die Schnäppchenjagt zum Volkssport geworden.

Geiz sei salonfähig geworden und nicht mehr nur die einkommensschwachen Käuferschichten hätten sich seither bei Aldi und Co. die Klinke in die Hand gegeben. Langsam aber sicher zeichne sich in Deutschland eine Trendwende ab. Verantwortlich dafür sei nicht die Erholung der Wirtschaft, diese lasse noch immer auf sich warten, sondern der Überdruss der Konsumenten am Preisargument.

Andrea Iltgen, Geschäftsführerin des Kölner Beratungsunternehmens konsumfreu(.)de meint dazu: "Die Leute beginnen langsam zu realisieren, dass eben doch ein Zusammenhang zwischen Preis und Qualität besteht." Auf eine baldige Umkehr in Deutschland lasse zudem die sich nähernde Fussball Weltmeisterschaft 2006 hoffen, die sich Experten Meinungen zufolge positiv auf das Konsumklima in Deutschland auswirkt.

Dieser sich erst langsam anbahnenden Trendwende wolle konsumfreu(.)de nun vorgreifen. Unter dem Motto: "wennschon dennschon" werden Konsumenten dazu aufgefordert, sich zur Umkehr zu bekennen. Wennschon dennschon ist Andrea Iltgen zufolge eine "nicht politische sondern vielmehr marktwirtschaftliche Initiative, die Konsumenten zum nachdenken bringen soll. Anstatt das Aussterben kleiner Fachhändler zu betrauern, sich über den Verlust von Arbeitsplätzen im eigenen Land und das magere Serviceniveau zu beklagen, sollten die Leute sich über die Zusammenhänge Gedanken machen."

Nun haben Aldi und Lidl ihren Markteintritt in der Schweiz angekündigt und die Billig-Welle damit zum Überschwappen auf die Schweiz gebracht. Doch Andrea Iltgen, die gebürtige Schweizerin, ist davon überzeigt, dass dieser Trend in der Schweiz nur von kurzer Dauer ist, denn "Die Schweizer sind zu verwöhnt als dass sie sich langfristig auf diesen Trend einlassen würden."