Augmented Reality fasziniert Branche

P-Forum - Diskutiert wurde über kreative Nutzungsmöglichkeiten.

Am Donnerstag fand das 16. P-Forum in der Zürcher Kino Arena Filmcity statt. Eröffnet wurde das diesjährige P-Forum von Beat Roeschlin, seit einem halben Jahr CEO der Publicitas. In seiner Begrüssungsrede wies er darauf hin, dass sich die Publicitas im Epizentrum der Medienindustrie befindet und deshalb sämtliche Bewegungen, wie auch Augmented Reality, sofort spürt. "Es ist Zeit, Augmented Reality aus dem Dunstkreis von Science Fiction herauszuholen, um frühzeitig zu erkennen, welche Chancen es in der Medien- und Werbeindustrie zu nutzen gilt", erklärte Beat Roeschlin.

Trendexperte Nils Müller illustrierte anhand von faszinierenden Beispielen die Media-Evolution. "Always on" lautet der Modus, in dem wir uns in der Augmented Reality befinden. Die Möglichkeit ist gegeben, permanent Zusatzinformationen in der virtuell angereicherten Umgebung zu beziehen. Zum Beispiel erlebt ein Kind den Inhalt seiner Lego-Schachtel bereits am Point of Sales in 3D.

Weitere kreative Nutzungsmöglichkeiten für die Werbe- und Medienindustrie präsentierte aus Agentursicht Marion Marxer, Leiterin Digital & Dialog bei Jung von Matt/Limmat, in ihrem Referat Augmented Advertising. Dabei betonte Marion Marxer, dass die Klarheit über das Ziel und den Mehrwert für den Kunden Voraussetzung für erfolgreiches Augmented Advertising sind. Print spielt hierbei als Trägermedium eine essentielle Rolle.

Im Anschluss moderierte Hugo Bigi, Tele Züri, eine Podiumsdiskussion an der die Referenten sowie Branchenvertreter Roger Köppel (Weltwoche), Herbert Bay (Kooaba) und Othmar Fischlin (Publicitas) teilnahmen. Angeregt wurde diskutiert, welche Geschäftsmodelle Augmented Reality bietet. "Publicitas Publimedia macht mit Smart Ads einen ersten Schritt in die interaktive Print-Plus-Welt", so Othmar Fischlin, Head of Marketing. Und obwohl das P-Forum 2010 viele Zukunftsvisionen aufzeigte, kam am Ende der Podiumsdiskussion klar die Dringlichkeit zum Ausdruck, dass sich alle Branchenvertreter heute schon mit dem Thema Augmented Reality beschäftigen müssen.