Aus für verlustreiche Kleiderkette Oviesse

Globus - Notbremse gezogen.

Nach jahrelangen Verlusten zieht die Globus-Gruppe die Notbremse: Der Detailhandelskonzern trennt sich auf Ende Jahr von der Kleiderkette Oviesse. Globus will 30 Standorte entweder an Dritte abgeben oder selber weiterführen. Eine Art Billigwarenhaus ist im Gespräch.

Obwohl es schon lange in der Luft lag, kommt das Aus für Oviesse früher als bislang vorgesehen, wie Globus-Konzernchef Thomas Kern am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. An der Bilanzmedienkonferenz Ende März hatte Kern der Kleiderkette eine Frist bis Ende Jahr gesetzt, die Wende zu schaffen. "Wir haben den Entscheid früher gefällt, weil nach vier Monaten in diesem Jahr abschätzbar war, dass der Turnaround nicht stattfindet", sagte Kern. Zudem gebe man die Trennung lieber jetzt bekannt, um einen nahtlosen Übergang des Betriebs der Standorte zu gewährleisten. Dies sei im Interesse der 395 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.