Die Schere zwischen der tatsächlichen Mediennutzung und den Ausgaben für das digitale Marketing klafft in der Schweiz noch immer stark auseinander. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie, die Planetactive Zürich, zur Nutzung der digitalen Medien in der Schweiz durchgeführt hat, wie die Fullservice Agentur für digitales Marketing mitteilt.
Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut SKOPOS hatte Planetactive im Juli/August dieses Jahres eine Online-Panelbefragung durchgeführt, die detailliert Auskunft über die Nutzung von Medien in der Schweiz gibt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die digitalen Medien gelegt.
Ausländische Websites sind gefragt
Schweizer User verbringen rund 40 Prozent ihrer Zeit auf Internetseiten aus dem Ausland. Hauptsächlich werden Websites aus Deutschland oder englischsprachigen Ländern aufgerufen. Damit bieten sich laut Planetactive für Schweizer Werbungtreibende Chancen, die bisher kaum genutzt werden. Über spezielle Targeting-Möglichkeiten lassen sich Schweizer User gezielt auch auf ausländischen Portalen erreichen.
Insgesamt zeigt die Studie, dass der Anteil der Online-Medien an der Mediennutzung weiter steigt. Mehr als 3,5 Stunden pro Tag verbringt der Schweizer Internetnutzer durchschnittlich mit dem Internet. Das ist fast genauso viel Zeit, wie er mit dem Radio verbringt und sogar eine halbe Stunde mehr als der Fernsehkonsum.
Werbung in klassischen Medien überrepräsentiert
Die Befragten schätzen zu einem grossen Teil, dass ihre Internetnutzung in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Die Nutzung von Online-Medien geht hauptsächlich zu Lasten des Konsums von Printmedien, aber auch TV und Radio werden bei drei Viertel der Befragten Zeit abgeben müssen.
Für Martin Sinning, Managing Director des Schweizer Planetactive Büros, zeigen die Studienergebnisse deutlich, dass es höchste Zeit für die Werbetreibenden ist, ihre Werbebudgets stärker in den digitalen Medien zu investieren. Noch seien die klassischen Medien überrepräsentiert, Zielgruppen lassen sich dort allerdings immer schwerer erreichen und die Effizienz der Kampagnen lasse sich immer schwerer nachweisen.