Die Schweizer Traditionsmarken Kägi und Roland gehören zur Valora-Gruppe. Diese hat Ende März angekündigt, die beiden Brands mit anderen Eigenmarken aus Frankreich, Norwegen und Schweden abzustossen. Das Paket soll etwa 150 Millionen Franken kosten.
Interesse am Kauf haben laut Cash daily die Schweizer Firmen Wernli und Hug. Zum Bieterkreis müsste auch der Chips-Leader Zweifel gehören. "Solange wir keine Unterlagen gesehen haben, können wir nichts entscheiden", lässt sich Zeifel-CEO Mathias Adank vom Gratisblatt zitieren. Die den Verkaufsprozess begleitende UBS hätte die Unterlagen vergangene Woche den möglichen Bietern zusenden sollen, doch noch sei dies nicht passiert.
Schweizer Interessenten werden laut Bericht kaum zum Zug kommen. Helvea-Analyst James Amoroso glaubt, dass Valora an einen Finanzinvestor verkauft, da eine Private-Equity-Firma für das ganze Paket bieten würde, während Wernli und Hug nur an den Schweizer Fabriken, vor allem an der profitableren Kägi, interessiert wären; zudem könne ein Finanzinvestor einen industriellen Bewerber locker überbieten.