Ausverkauf beginnt schon vor Weihnachten

Detailhandel - Die Grossen gehen voran.

Der Preise purzeln immer früher: Schon im Weihnachtsgeschäft tauchen die ersten Ausverkauf-Schilder auf. Die Umsatzschwäche der letzten beiden Jahre hat einen Trend verstärkt, der seit der Liberalisierung des Ausverkaufs zu beobachten ist. "Gut für die Konsumenten, schlecht für die Margen", kommentiert Peter Saner, Geschäftsführer der Detailhandels-Vereinigung Swiss Retail Federation das Phänomen gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Zu frühzeitigeren Preisabschlägen komme es vor allem im Non- Food-Bereich. Der Wettbewerb sei in dieser Sparte besonders stark.

Die schlechten Umsätze in den letzten zwei Jahren hätten den Druck verstärkt, die Preise immer früher zu reduzieren, sagt Armin Haymoz, geschäftsführender Präsident der Swiss Fashion Stores (Schweizer Textildetaillisten). Er findet es aber schade, dass das Weihnachtsgeschäft so beeinträchtigt werde. "Wir empfehlen unseren Mitgliedern mit dem Ausverkauf bis nach Weihnachten zu warten", sagt Haymoz. Vorschreiben könne der Verband aber nichts. Seit 1995 gibt es in der Schweiz keine zeitlichen Beschränkungen mehr für die Ausverkäufe. Laut Haymoz sind es vor allem grosse Ketten, welche die Preise früh senken. Die Kleineren haben dann die Wahl nachzuziehen oder Umsatzeinbussen hinzunehmen; Konsumentinnen und Konsumenten seien in Zeiten schwacher Konjunktur besonders preisbewusst. Gleichzeitig seien Preisvergleiche immer besser möglich.