Der im Zuge der Absatzkrise schwer angeschlagene US-Automobilhersteller General Motors (GM) lässt seine Marke Saturn sterben und hat selbst keinerlei Hoffnung mehr, doch noch einen Käufer zu finden. Wie das Unternehmen durch seinen Chef Fritz Henderson in der Nacht auf heute, Donnerstag, verlautbaren ließ, ist der Verkauf der Marke kurz vor der Unterzeichnung durch die Penske Automotive Group gescheitert. Das Aus für die Marke ist vor allem für die GM-Belegschaft ein schwerer Schlag. Schließlich sind 13.000 Arbeitsplätze bedroht. Nun sollen Fahrzeuge der amerikanischen Schwestermarke von Opel nur noch bis zum Ende des laufenden Modelljahres hergestellt werden.
Wie das Wall Street Journal schreibt, sind für den Rückzug von Penske offenbar gescheiterte Vereinbarungen mit einem ausländischen Autokonzern zum Bau von Saturn-Fahrzeugen ab 2011 verantwortlich. So soll Renault Samsung Motors, eine koreanische Tochter des Renault-Konzerns, zunächst in Aussicht gestellt haben, Saturn nach dem Auslaufen der Produktion in GM-Werken 2010 mit einer Serie von Klein- und Mittelklassewagen zu versorgen. Nachdem es jedoch einen Rückzieher im Verwaltungsrat des mutmaßlichen Lieferanten Renault gab, soll sich Penske dazu veranlasst gesehen haben, den geplanten Saturn-Rettungsdeal mit GM platzen zu lassen. Penske teilte dazu mit, dass die "Risiken und Unsicherheiten" zu groß sind.
Henderson will nun sicherstellen, dass Saturn-Kunden der Übergang zu GM-Händlern reibungslos ermöglicht wird. Die gegenseitig operierenden Händlerbetriebe von Saturn sollen ein Jahr Zeit bis zur endgültigen Geschäftsschließung bekommen. Experten nach verdeutlicht der gescheiterte Saturn-Verkauf vor allem aber auch, dass die Tinte unter den Verträgen erst trocken sein muss, ehe die angestrebte Trennung von GM und Opel wirklich besiegelt ist. Saturn loszuwerden, zeigt für Insider auch, dass sich GM im Zuge des kontrollierten Konkurses neben Chevrolet und Cadillac noch auf die in China boomenden Hersteller Buick und GMAC konzentrieren will. (pte)