02.12.2011

SDV

Bekennt sich im Namen zum Dialog

Und stärkt die proaktive Selbstregulierung.

An seiner ausserordentlichen Generalversammlung anfangs Dezember hat sich der Schweizer Direktmarketing Verband (SDV) einen neuen Namen gegeben und gleichzeitig proaktiv der Revision des Ehrenkodexes zugestimmt. Damit hat der Branchenverband zwei wichtige Etappenziele seiner derzeitigen Neupositionierung und Profilschärfung gemeistert, wie der SDV in einer Mitteilung schreibt.

Aus Direkt wird Dialog

Weit über die Schweizer Kommunikationsbranche hinaus wird heute das Namenskürzel "SDV" klar erkannt und zugeordnet. Das Kürzel ist im Laufe der Jahre zur eigenständigen Marke geworden. Deshalb wird es neu eine dominantere Stellung in der offiziellen Schreibweise des Verbandsnamens erhalten. Als leicht veraltet und zunehmenden nicht mehr der effektiven Tätigkeit der im SDV zusammengeschlossenen Unternehmen entsprechend, gilt der Begriff "Direktmarketing". Längst hat sich dieses hin zum "Dialogmarketing" entwickelt, zum Kommunikationskanal, der wie kaum ein anderer, den aktiven Dialog mit dem Kunden ermöglicht.

Mit der Annahme des Antrages des Vorstands unterstützen die Mitglieder des SDV die angestrebte Profilschärfung des Branchenverbandes und tragen damit konstruktiv zur Fortsetzung der Neupositionierung bei. Gleichzeitig haben sie aber auch ermöglicht, dass nun auch der Schweizer Branchenverband in seinem Namen den Dialog ins Zentrum seiner Interessen stellt, so wie es der Deutsche und der Österreichische Branchenverband schon vor geraumer Zeit beschlossen haben. So nennt sich der "Schweizer Direktmarketing Verband SDV" neu "SDV Schweizer Dialogmarketing Verband".

Mit der Namensänderung führt der SDV auch ein aktualisiertes Leitbild ein. Dieses definiert klar die Ziele, das Handeln und Verhalten der Mitglieder. Als Verband versteht sich der SDV als entscheidendes Sprachrohr für alle Belange des Dialogmarketings, sowohl auf politischer, als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Der Verband hat sich die Imageförderung, Interessenvertretung nach Aussen und intern den Wissenstransfer unter seinen Mitgliedern auf die Fahne geschrieben und im neuen Positionspapier deutlich in den Fokus gerückt. Parallel dazu definiert das Leitbild unmissverständliche Richtlinien für die Mitglieder. So fordert er weiterhin von seinen Mitgliedern die strikte Einhaltung des Ehrenkodex, die Beachtung der Robinsonliste und ähnlicher Regelwerke.

Ehrenkodex wurde aktualisiert

Der zweite wichtige Antrag des SDV-Vorstands an die ausserordentliche Generalversammlung betraf die Annahme der revidierten Fassung des Ehrenkodex. Ziel der Revision des Kodex war es, dieses selbstregulierende Regelwerk inhaltlich zu vereinheitlichen und vor allem zu aktualisieren, denn die Marktentwicklungen fordern die Integration zusätzlicher Richtlinien. Der umfangreiche neue Ehrenkodex ist in sieben Bereiche gegliedert. Der erst Bereich beinhaltet diejenigen Richtlinien, an welchen sich alle SDV-Mitglieder orientieren müssen. In den restlichen sechs Bereichen sind die Richtlinien der verschiedenen Tätigkeitsbereiche des Dialogmarketings untergebracht. Diese gelten jeweils für diejenigen Mitglieder, die im entsprechenden Bereich tätig sind.

So gelten neu für Data Base Dienstleister verschärftere Datenschutz- und Datensicherheits-Richtlinien im Umgang mit Daten des Auftraggebers, insbesondere bezüglich deren Vernichtung nach Auftragsabschluss. Im Bereich der unadressierten Mailings schafft der neue Ehrenkodex noch mehr Klarheit und definiert, was als unadressierte Mailings einerseits und als sogenannte Gratiszeitungen andererseits gilt. Auch grenzt der revidierte Kodex genau ein, was sogenannten offiziellen Sendungen zugerechnet werden kann und wie die Postzustellung bei Stopp-Klebern zu erfolgen hat.

Im Weiteren wurde der in Zusammenarbeit mit Call-Net.ch erstellte Kodex zum Telefonmarketing im Privatbereich (B2C) vollumfänglich integriert. Und bezüglich E-Mail, SMS und Fax stützt sich der neue Ehrenkodex auf den bereits sehr eng gesteckten rechtlichen Rahmen sowie des verschärften UWG, welches im Frühling 2012 in Kraft tritt. Die Mitglieder des SDV bekunden seit jeher, dass sie sich mit den starken Selbstregulierungsmassnahmen auch in Zukunft gegen allfällige Vorstösse aus der Politik wappnen möchten. Sie geben damit aber klar zum Ausdruck, dass sie die Anliegen der Konsumenten ernst nehmen und daher ihr Geschäftsgebaren so gestalten, dass der direkte Vertriebskanal Dialogmarketing weiterhin effizient genutzt werden kann. (pd)


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