Bleibt wertvollste Schweizer Marke

Néscafe - Ranking der 100 Top Brands.

Interbrand hat das neue Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt veröffentlicht. Ein kurzer Blick auf die Rangliste zeigt: Apple schafft den Sprung aufs Podest und ist der wertvollsten Marke Coca-Cola dicht auf den Fersen. Die Schweizer Brands schneiden bescheiden ab – statt fünf, wie im letzten Jahr, sind nur noch drei Marken unter den Top 100 zu finden. Die Wertvollste im Lande bleibt Nescafé.

Die Spitzengruppe der Top 10 des von Interbrand veröffentlichten Best Global Brands Reports wird in diesem Jahr von Coca-Cola, Apple und IBM angeführt. Während Coca-Cola mit einem Markenwert von 77,84 Milliarden US-Dollar weiterhin auf Platz eins rangiert, schaffte Apple mit einem Markenwert von 76,57 Milliarden US-Dollar den Sprung auf Platz zwei. Mit Facebook (Platz 69) schafft es ausserdem erstmals ein Social Media Portal ins Ranking. Google (Platz 4) erfuhr über das vergangene Jahr hinweg eine Steigerung von 26% und überholt damit zum ersten Mal in der Historie der Best Global Brands den Rivalen Microsoft (Platz 5).

Trotz der nach wie vor unsicheren globalen Wirtschaftslage, konnten die diesjährigen 100 wertvollsten Marken im vergangenen Jahr ihre Position im Markt sichern und dabei erneut an Wert zulegen. "Indem der globale Wettbewerb immer weiter zunimmt und viele Wettbewerbsvorteile, wie Technologien gleichzeitig immer kurzlebiger werden, nimmt die Bedeutung der Marke für die Steigerung des Unternehmenswertes stetig zu", sagt Jez Frampton, Global Chief Executive Officer von Interbrand. "Die weltweit 100 wertvollsten Marken zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie sowohl die Bedürfnisse von Verbrauchern, von Mitarbeitern, aber auch von Investoren berücksichtigen und dabei für eine perfekte und vor allem ganzheitliche Markenführung sorgen, und zwar über eine Bandbreite von Touchpoints hinweg."

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Nescafé ist wertvollste Marke der Schweiz

2012 haben es drei Schweizer Marken unter die Top 100 geschafft. Der Gesamtmarkenwert der Schweizer Marken in der Liste beträgt 21,87 Milliarden US Dollar. Die wertvollste Schweizer Marke bleibt auch 2012 Nescafé mit 11,09 Milliarden US Dollar auf Rang 35. Mit einem Wertzuwachs von fünf Prozent konnte sich Nestlé als zweitwertvollste Marke der Schweiz behaupten. Der Nahrungsmittelhersteller rangiert mit einem Wert von 6,92 Milliarden US Dollar auf Rang 57. Die Credit Suisse verlor fünf Prozent ihres Markenwertes und rangiert in diesem Jahr mit 3,87 Milliarden US Dollar auf Rang 95. Nicht mehr unter den wertvollsten Brands sind die UBS und Zurich zu finden.

Die Neuzugänge des Jahres 2012

Gleich sechs Marken schafften 2012 den Einstieg in die Top 100. Pampers, auf Platz 34, ist die meistverkaufte Windelmarke der USA und weltweit der Verkaufsschlager von Procter & Gamble. Mit einem Markenwert von 11,3 Milliarden US Dollar ist Pampers der höchste Neueinsteiger 2012. Durch den Facebook Börsengang war es Interbrand erstmals möglich die Finanzdaten des Social Media Giganten zu bewerten. Trotz des holprigen Starts und der anhaltenden Unklarheit über Facebooks Geschäftsmodel, wächst die Bedeutung und der Wert der Marke Facebook immens und so schafft es das Portal auf Platz 69 ins Ranking.

Ebenfalls neu im Ranking sind Kia (Platz 87) und Mastercard (Platz 94), ein Markenwert von 4,09 bzw. 3,9 Milliarden US Dollar ermöglichte ihnen den Einstieg. Prada schafft es in diesem Jahr miteinem Markenwert von 4,27 Milliarden US Dollar auf Platz 84 zurück ins Ranking. Ralph Lauren war 2009 schon einmal gelistet und steigt 2012 mit Rang 91 wieder in die Top 100 auf.

Gewinner und Verlierer

Apple (+129%) und Amazon (+46%) sind auch 2012 die grössten Aufsteiger unter den besten 100. Ebenfalls zu den Gewinnern des diesjährigen Rankings gehören Samsung (+40%), Nissan (+30%) und Oracle (+28%). Apple verzeichnet einen beispiellosen Markenwertzuwachs und schnellt damit auf Platz 2, direkt hinter Coca-Cola. Amazon verbessert sich mit dem zweitstärksten Zuwachs an Markenwert um sechs Plätze - von Rang 26 auf 20. Den dritten Platz in der Gruppe der Aufsteiger belegt Samsung und stürmt erstmals in die Top 10. Nissan ist der vierte Gewinner des 2012er Rankings. Die japanische Automobilmarke schiebt sich umganze 17 Plätze vor, auf Rang 73. Den fünftstärksten Zuwachs konnte Oracle verzeichnen und sich damit Platz 18 sichern. Toyota (+9%) schafft in diesemJahr den Sprung unter die besten 10.

Zu den Verlierern des Jahres 2012 gehören Blackberry (-39%), Goldman Sachs (-16%), Nokia (-16%) sowie Moët & Chandon (-13%) und Yahoo (-13%). Alle mussten erhebliche Markenwertverlustehinnehmen.

Technologiemarken weiterhin dominant, Luxusmarken standhaft

Die Technologiemarken konnten im vergangenen Jahr das Sektor-bezogene Wachstum weiter ausbauen. Vier der fünf Top Aufsteiger (Apple, Amazon, Samsung, Oracle) sind Vertreter des Technologie-Sektors. Zudem sind fünf der Top 10 Marken, Apple (Platz 2), IBM (Platz 3), Google (Platz 4), Microsoft (Platz 5), Intel (Platz 8) und Samsung (Platz 9) Technologiemarken. Cassidy Morgan ist sich sicher: "Technologiemarken werden auch in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen und zunehmend Einfluss auf unser Leben und unsere Zukunft nehmen."

Ungeachtet der gegenwärtigenWirtschaftslage, konnten sämtliche Luxusmarken im diesjährigen Ranking ihren Markenwert steigern. Die Bedeutung von Luxus verändert sich im globalen Konsumentenbewusstsein und dies spiegelt sich bei den Platzierungen der diesjährigen gelisteten Top Luxusmarken wider. Im Best Global Brands Ranking des Jahres 2012 finden sich insgesamt sieben Luxusmarken: Louis Vuitton (Rang 17), Gucci (Rang 38), Hermès (Rang 63), Cartier (Rang 68), Tiffany & Co. (Rang 70), Burberry (Rang 82) und Prada (Rang 84) mit einem Gesamtmarkenwert von 58,47 Milliarden US Dollar.

Konsumgütermarken stabil, Finanzsektor muss kämpfen

Die gelisteten klassischen Konsumgütermarken konnten fast alle ihren Markenwert deutlich steigern. Marken wie Kellogg’s (Rang 29), L’Oréal (Rang 42), Heinz (Rang 46), Colgate (Rang 47), Danone (Rang 52), Nestlé (Rang 57) sowie Johnson & Johnson (Rang 79) konnten alle erfolgreich Wachstum nachweisen, besonders in den sich entwickelnden Märkten. Avon (Rang 71) und Kleenex (Rang 80) sind die einzigen beiden Konsumgütermarken in der Liste, die einen Markenwertverlust von minus vier bzw. minus sieben Prozent hinnehmen mussten. Die Marken des Finanzsektors spüren noch immer die Auswirkungen der Finanzkrise und stehen weiterhin vor einigen Schwierigkeiten. Skandale rund um den Finanzmarkt haben den Ruf von führenden Marken wie der Credit Suisse beschädigt. So verlor die Credit Suisse in diesem Jahr fünf Prozent an Markenwert und fällt nach unten auf Platz 95.

USA führt Länderranking an

Die Analyse der Best Global Brands Rankings über die vergangenen zwölf Jahre zeigt, dass die USA nach wie vor die unangefochtenen Markenweltmeister sind. Über die Hälfte der Marken stammt auch in diesem Jahr wieder aus den Vereinigten Staaten. Die USA dominieren dadurch einmal mehr das Ranking. Neun der 100 Marken in der Rangliste stammen aus Deutschland. Damit stellt Deutschland die zweitstärkste Gruppe im Ranking und liegt in der Länderwertung direkt hinter den USA. Der Gesamtmarkenwert aller neun deutschen Marken beträgt 114,04 Milliarden US Dollar. Frankreich und Japan sind mit jeweils sieben Marken im Ranking vertreten. Großbritannien kommt auf vier Marken und die Schweiz auf drei. Auch Italien, Niederlande sowie Südkorea sind mit jeweils drei Marken vertreten. Kanada, Spanien und Schweden haben jeweils zwei Marken im Ranking. Finnland und Mexiko steuern je eine Marke zu den Top 100 bei.

Markenbewertung durch Interbrand

Der Markenbewertungsansatz von Interbrand ist weltweitgleichermaßen von Akademikern und Wirtschaftsexperten anerkannt und seit Dezember 2010 erfolgreich nach ISO 10668:2010 zertifiziert. Diese internationale Norm legt Grundanforderungen an die Verfahren und Methoden zur Bestimmung des monetären Wertes einer Marke fest. Die Norm definiert damiteinen in sich stimmigen und zuverlässigen Ansatz zur Markenbewertung, welcher finanzwirtschaftliche, verhaltenswissenschaftliche und rechtliche Aspekte einschließt. Die Zertifizierung bescheinigt Interbrand, dass das Bewertungsverfahren von Marken dem internationalen Standard ISO 10668 Markenwertbewertung entspricht. (pd/cb)