Am Donnerstagabend fanden im Schiffbau in Zürich die vierten Swiss Music Awards statt. Einige Momente werden bleiben: Etwa der Knicks von Laudator Claude Nobs vor der schottischen Sängerin Amy McDonald, Gewinnerin in der Kategorie "Best Pop/Rock International". Oder die ultrakurze Dankesrede von Dance-Produzent Remandy. "Ich bin sprachlos, merci Schwiiz!" brachte er gerade mal über die Lippen, nachdem ihm Laudator Tom Novy seine Auszeichnung überreicht hatte.
Auch die junge Berner Rapperin Steff la Cheffe, die zuvor schon auf ihrem Tonträger "Bittersüessi Pille" und in ihren Musikvideos mit Elan bestochen hatte, bleibt als glückliche, "Victory!"-schreiende Siegerin im Gedächtnis.
Hauptaugenmerk galt aber, neben Crossover-Künstler Bligg, der gleich zwei Awards abstaubte, vor allem zwei Legenden: Zum einen wurde der verstorbene Gotthard-Sänger Steve Lee gewürdigt, zum anderen Mundart-Urgestein Polo Hofer mit einem Award bedacht. Letzterer hielt seine Dankesrede kurz alles Wichtige hatte Alt Bundesrat Moritz Leuenberger zuvor gesagt und tat das, was er am besten kann: singen. Zum Abschluss der eineinhalbstündigen Show trug er mit der Band Tequila Boys seinen Klassiker "Kiosk" vor und genehmigte sich zwischendurch ein Schlückchen.
Eine Liste mit allen Gewinner ist auf der Website der Swiss Music Awards abrufbar. Die Veranstaltung wird am Freitagabend auf Pro 7 Schweiz ausgestrahlt.
(Text: Adrian Schräder)

Gewann gleich zwei Awards: Erfolgsmusiker Bligg. (Bild: Swiss Music Awards)

Hielt die Laudatio für seinen verstorbenen Freund Steve Lee: John Lord, Keyboarder von Deep Purple. (Bild: Swiss Music Awards)

Gekürt zum "Best Breaking Act National": Caroline Chevin, bekannt von ihrem Hit "Back in the Days". (Bild: Swiss Music Awards)

