Zwei aussergewöhnliche Persönlichkeiten und drei herausragende Projekte sind am 2. November in Bern mit dem "Milestone 2004", dem Tourismuspreis Schweiz, ausgezeichnet worden. Der Milestone wird jährlich von der Fachzeitung hotel+tourismus revue verliehen, unterstützt vom Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) und vom Schweizer Tourismus-Verband (STV).
In Gegenwart von fast 400 Personen aus Tourismus, Wirtschaft und Politik und nach einer Rede von Oswald Oelz, Chefarzt am Triemlispital Zürich und Extrembergsteiger, wurden im Hotel Bellevue-Palace in Bern die folgenden Preise vergeben:
An Bruno Fläcklin, den 31-jährigen Direktor von Sörenberg Flühli Tourismus, der Milestone für die aussergewöhnliche Leistung einer Nachwuchskraft (Weiterbildungsgutschein von hotelleriesuisse über 10'000 Franken). Fläcklin gelte als Motor des Entlebucher Tourismus. In kurzer Zeit habe er zahlreiche innovative Projekte wie den Hochseilpark, die Kneippanlage oder die Entlebucher Gästekarte geschaffen.
Werner Bernet, Direktor der Schweizer Reisekasse (Reka), wurde mit dem Milestone für ein aussergewöhnliches Lebenswerk ausgezeichnet. Er führt seit Jahren das grösste schweizerische Unternehmen im Bereich des Ferienwohnungsmarktes und der Familienferien. In Zeiten anhaltender Stagnation des Schweizer Tourismus setzte er auf Wachstum. Die Reka baut und betreibt in den Berg- und Randgebieten gut ausgelastete Ferienzentren. Bernet führte die von den Sozialpartnern initiierte und mitgetragene Institution zu neuen Ufern.
Bumanns Gourmet-Restaurant Chesa Pirani in La Punt GR erhielt den Ersten Preis (10'000 Franken) für ein Herausragendes Projekt. Ingrid und Daniel Bumann-Jossen hätten als "Zugereiste" im Engadin innert 10 Jahren Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Chesa Pirani gehöre zu den besten Restaurants der Schweiz. Der Erfolg gründe auf Pioniergeist, Phantasie, Qualitätsbewusstsein und Durchhaltewillen -- und auf der Gabe, ein "Dream Team" aufzubauen und zu halten, das die kulinarischen Höchstleistungen des Chefs den Gästen freudvoll darbiete.
Die Genfer Hotelgruppe Manotel, vertreten durch ihren Generaldirektor Paul E. Muller, wurde mit dem Zweiten Preis (5'000 Franken) für ein Herausragendes Projekt ausgezeichnet. In einer mehrjährigen Renovationsphase habe Manotel jedem seiner sechs 3- und 4- Stern Hotels eine unverwechselbare Identität verliehen. Aus den früher eher gesichtslosen Hotels seien attraktive Unikate geworden, deren Namen mit Ausstattung und Servicekonzept harmoniert. Dank starker Marke und höheren Durchschnittspreisen sei die Gruppe zu höherer Rentabilität gelangt.