Die Aussenpolitische Kommission (APK) des Ständerates will den Zugang zum Filmförderungsprogramm Media der EU sichern und akzeptiert deshalb die Aufhebung des Werbeverbotes für Wein und Bier für ausländische Werbefenster. Allerdings beantragte sie mit 6 zu 5 Stimmen, das Werbeverbot für Alkohol in den Programmen der SRG beizubehalten("persoenlich.com" berichtete).
Dieser Entscheid stösst beim Verband der führenden Werbe- und Kommunikationsagenturen der Schweiz (BSW) auf Kritik. "Dieser Entscheid der APK ist befremdend und entbehrt jeder Logik", so der Verband in einer Stellungnahme vom Mittwoch. Durch diese "Lockerung des RTVG" werde eine völlig inakzeptable Situation geschaffen. Es dürfe nicht sein, dass in ein- und demselben Medium mit unterschiedlichen Massstäben gemessen wird. "Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Alkoholwerbung in den SRG-Kanälen verboten bleiben und in den ausländischen Werbefenstern erlaubt sein soll", so der Wortlaut der Medienmitteilung.
Der BSW fordert die Gleichbehandlung aller Anbieter. Wenn die Bestimmungen des RTVG für die ausländischen Werbefenster gelockert werden, solle dies auch für die SRG-Kanäle und für das Privatfernsehen der Fall sein, heisst es weiter.