Der Bundesrat beantragt beim Parlament 12 Mio. Franken zur Abdämpfung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Schweizer Tourismus. Stimmt das Parlament dem Antrag zu, könnte Schweiz Tourismus gemeinsam mit der Tourismusbranche gezielt die Nachfrage für Ferien und Reisen in die Schweiz fördern, teilt die Marketing-Organisation mit.
"Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise werden auch im Schweizer Tourismus deutlich zu spüren sein", sagt Jean-François Roth, Präsident von Schweiz Tourismus. Schweiz Tourismus (ST) geht nach den Winter-Sportwochen von ansteigend rückläufigen Übernachtungszahlen aus. Im Sommer 2009 dürfte sich die Wirtschaftskrise in voller Intensität im Tourismus niederschlagen.
Nach Einschätzung von ST könnte der Binnenmarkt Schweiz sich in der Negativtendenz noch am besten halten, gefolgt vom rückläufigen Asien, dem Euro-Raum und den stark nachlassenden Märkten USA und UK. Gezieltes zusätzliches Marketing sei die einzige kurzfristig wirksame Massnahmemöglichkeit zur Nachfragestimulation und damit zur Abdämpfung der Kriseneffekte.
"Verhindern lässt sich die Krise, die sich im Tourismus niederschlagen wird, mit keiner Marketing-Massnahme der Welt", sagt Jürg Schmid, Direktor von ST. "Mit einem gezielten Impulsprogramm und einem antiyzklischen Marketing lassen sich die negativen Effekte jedoch abdämpfen", ist er überzeugt. ST erachtet es als ausserordentlich wichtig, die Marktpräsenz der touristischen Schweiz gerade jetzt hoch zu halten und die sich bietenden Chancen in ausgewählten Potentialmärkten zu nutzen.