Der bekannte Berner Marketingexperte und Ursula-Andress-Manager Claudio Righetti tritt nicht mehr als Berner Stadtrat an. Righetti gehörte als Vertreter der Mitte dem Stadtparlament seit vier Jahren an und liess sich auch als Stapi-Kandidat portieren, unterlag aber dem jetzigen Stadtpräsidenten Alex von Graffenried. Righetti wurde dank seinen Chalet-Muri-Talks und anderen Veranstaltungen in der ganzen Deutschschweiz bekannt.
Als Grund für das Ende seiner Polit-Karriere gab der der 58-Jährige vor allem die «haarsträubenden Debatten» an, welche die links-grüne Mehrheit in der Bundesstadt führe. Er habe sich am Ende gefühlt «wie Harry Potter bei den Toddessern!», sagt Righetti gegenüber der Wochenzeitung Bernerbär. Namentlich nannte er das «völlig überdrehte Werbeverbot, das zwar knapp, aber eben durchgesetzt wurde.» Noch mehr als über die Linken ärgert sich Righetti über die «unverständlich passive Haltung all jener, die sich zwar immer über die Massnahmen der Linken aufregen.» Wenn es aber darauf ankomme, Farbe zu bekennen und selbst hinzustehen, suche man diese Leute vergebens, so Righetti. (ma)