Diese Aktion könnte für die Juso der Stadt Zürich teuer werden. Am Donnerstag hat die Jungpartei Plakate von Airlines mit «alternativer Airline-Werbung zugeplastert», wie die Juso auf Facebook verkündet. Täglich würden Airlines wie Easyjet, Edelweiss oder die Swiss mit Flügen zu Spottpreisen werben. «Dass sie damit dem Klima erheblichen Schaden zufügen, scheint ihnen sichtlich egal, schliesslich geht die Profitlogik vor. Wir fordern die Airlines und die Politik dazu auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und etwas gegen die Vielfliegerei und Billigflüge zu unternehmen», schreibt die Juso.
Clear Channel, zuständig für die Vermarktung der Werbeflächen, hält von dieser Guerilla-Aktion wenig. «Es handelt sich hier wohl um Wahlkampf auf Kosten anderer, mit der Absicht, eine Medienpräsenz zu generieren», so Sprecherin Ursulina Stecher gegenüber «20 Minuten». Folgenlos bleibt die Aktion nicht: Clear Channel werde Anzeige erstatten.
Auf Anfrage von persoenlich.com ergänzt Stecher, dass noch nicht klar sei, wie viele Plakatstellen genau betroffen seien. Jede Stelle werde sofort wieder «in Ordnung gebracht». «Sobald wir genau wissen, wie hoch und welcher Art der Schaden ist, können wir über die Art der Anzeige entscheiden», so Stecher am Freitag.
Die betroffenen Airlines Swiss, Easyjet und Edelweiss äusserten sich gegenüber «20 Minuten» nicht zur Aktion. Die Fluggesellschaften seien sich jedoch ihrer Verantwortung bewusst und würden Massnahmen ergreifen. (cbe)