Bei der Fusion von Orange und Sunrise sollen bis Ende April alle wichtigen Weichen gestellt sein: Die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) will möglichst zeitgleich mit der Wettbewerbskommission (Weko) entscheiden, wie ihr Präsident Marc Furrer im Gespräch mit der Wirtschafts- und Finanznachrichtenagentur AWP erklärt. Dies hänge aber auch davon ab, wie schnell die Unternehmen ihre Pläne zur Netzzusammenlegung konkretisieren. In den nächsten Jahren hat es nach Einschätzung des ComCom-Chefs am Schweizer Telekommarkt Platz für drei grosse Anbieter - darunter die Swisscom.
Derzeit macht die Dominanz der früheren Monopolistin Furrer Sorgen. Künftig könnten Grössenvorteile und Internationalität bei Investitionen und im Wettbewerb eine wichtigere Rolle spielen, meint er. Eine Privatisierung des "Blauen Riesen" sei wünschenswert, aber erst mittelfristig in Sicht. Furrer spricht sich für eine Teilrevision des Fernmeldegesetzes aus. "Wir wollen nicht mehr regulieren, aber flexibler und unabhängig von der Technologie handeln können", sagt er.
Zudem fällt der Blick der ComCom auf den Mobilfunk: Die Zugangspreise für Anbieter ohne eigenes Netz müssten überprüft werden können, so Furrer. Es drohten sonst ähnliche Probleme wie im Festnetz vor der Entbündelung. (sda)