Der Markenartikler-Verband Promarca wehrt sich gegen die Behauptung von Coop-Chef Hansueli Loosli, die Markenartikelhersteller würden hierzulande für viele Produkte 20 bis 30 Prozent mehr verlangen als im Ausland. Anastasia Li-Treyer, Direktorin von Promarca, findet diesen Vorwurf absurd: "Herr Loosli weiss genau, dass die Preise in der Schweiz wegen Auflagen, höherer Löhne und Spezialanforderungen rund 25 Prozent höher liegen als in Deutschland. Das bestätigt auch das Seco", erklärt sie gegenüber dem "Sonntagsblick".
Laut Li-Treyer habe Coop bei den Markenartikeln praktisch eine Monopolstellung und könne deshalb "mit den hohen Margen auf den Markenprodukten die Preisverbilligungen der Eigenmarken finanzieren." Loosli hatte in einem Interview mit dem "SonntagsBlick" vergangene Woche geklagt, Coop habe im europäischen Vergleich zu wenig Verhandlungsmacht. Deshalb könnten die Markenartikler für viele Produkte mehr verlangen als anderswo.