Der US-Medienkonzern Viacom hat beim Umsatz von April bis Juni 2005 um zehn Prozent zugelegt. Ausschlag gebend dafür waren die Einnahmen des Musiksenders MTV und des Films "Krieg der Welten".
Der Nettogewinn stagniert bei 753.8 Millionen Dollar (609.4 Millionen Euro), dem Niveau des zweiten Quartals des Vorjahres. Der operative Gewinn ist im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 762 Millionen Dollar gestiegen. Für das gesamte Jahr prognostiziert Viacom ein Umsatzwachstum im einstelligen Bereich, der operative Gewinn soll um eine hohe einstellige Prozentzahl wachsen.
Laut Anthony Noto, Analyst bei Goldman Sachs, liegt der Gewinn und der Cashflow von Viacom hinter dem der Konkurrenz. Das Unternehmen hat allerdings im großen Stil in die Programmgestaltung, Promotion, den Kabelsender Logo und Paramount Pictures investiert. Diese Anlagen werden sich laut Noto erst in den nächsten Jahren rentieren.
Viacom bereitet sich auf die für das Frühjahr 2006 angekündigte Spaltung vor. Der Konzern soll sich in zwei Unternehmen aufteilen. Unter dem Namen Viacom sollen schnell wachsende Geschäftszweige wie die Kabelsender MTV und Nickelodeon geführt werden. Das zweite Unternehmen, CBS, soll die Sendergruppe CBS und die dazugehörigen TV-Sender beinhalten. "Wir schaffen zwei straffere und wendigere Betriebe. Das Medienbusiness hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert, die Größe ist nun nicht mehr so ausschlaggebend", sagt Summer Redstone, CEO von Viacom.