Das "unbekannte Wesen" Aargau

Olma - Gastkanton der grössten Publikumsmesse der Schweiz will Tradition und Moderne vereinen.

Der Auftritt des "Rüeblikantons" an der grössten Publikumsmesse der Schweiz steht unter dem Motto "Menschen machen Zukunft". Der Kanton Aargau sei für viele Ostschweizer ein "unbekanntes Wesen", sagte Olma-Direktor Nicolo Paganini am Donnerstag in Aarau vor den Medien.

Diesen Zustand will der "Rüeblikanton" Aargau mit seinem Gastauftritt an der 73. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung vom 8. bis 18. Oktober in St. Gallen ändern. Der Auftritt werde zwar die traditionellen Erwartungen des Publikums wie Landwirtschaft, Brauchtum und Folklore erfüllen, sagte der Aargauer Landamman Urs Hofmann. Der Aargau präsentiere sich gleichzeitig als moderner, dynamischer und zukunftsgerichteter Arbeits-, Wohn-, Lebens- und Naturraum.

In einem multimedialen Rundgang stellen sich Aargauer Persönlichkeiten selber vor und erzählen ihre Geschichten. Mit dabei sind etwa der Schriftsteller Klaus Merz und die in den Aargau zugezogene Walliser Sängerin Sina. Auf Riesenbilderbüchern sind unter anderem die Landschaften des Mittellandkanton zu sehen.

Den Olma-Gastauftritt lässt sich der Aargau 1,5 Millionen Franken kosten. Das Geld stammt aus dem kantonalen Swisslos-Fonds. Der Aargau ist nach 1971 und 1994 zum dritten Mal als Gastkanton in der Ostschweizer Metropole präsent.

Es gebe Traditionelles wie Säulirennen und Schwingfest sowie Neues, hielten die Olma-Organisatoren vor den Medien fest. So stellt die Themenwelt "Erlebnis Nahrung" in diesem Jahr das Gemüse in den Mittelpunkt - ganz mit Blick auf den Gastkanton: "Dem Rüebli aufs Kraut geschaut.“ (sda)