Der Online-Modehandel ist intransparent

Zalando & Co - Führende Onlineplattformen der Kleiderbranche machen nicht genügend Angaben zu den Arbeitsbedingungen, den Löhnen oder den Bestandteilen der Kleider, so eine Analyse.

Führende Onlineplattformen der Modebranche sind undurchsichtig – vor allem bei den Arbeitsbedingungen in der Logistik und den Löhnen in der Textilproduktion. Auch zu den Bestandteilen der Kleider fehlen Angaben. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der Nichtregierungsorganisation Public Eye, die der SonntagsZeitung vorliegt.

Die Organisation hat zehn Firmen untersucht: About You, Alibaba, Amazon, Asos, Bon Prix, Galaxus, La Redoute, Shein, Wish und Zalando. Besonders schlecht schneiden Alibaba und Shein ab. Die meisten Angaben macht Asos, der grösste Onlinehändler von Grossbritannien. Keine der untersuchten Firmen macht jedoch so viele Angaben, wie es laut Public Eye nötig wäre. Zalando, der mit Abstand grösste Modehändler der Schweiz, verspricht, die ethischen Standards bis 2023 zu erhöhen. Alle Modehändler seien mit den gleichen Problemen konfrontiert, sagt laut SonntagsZeitung Ralf Wölfle, Commerce-Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz. (mj)