Luzerner Nobelhotel lanciert «Best Times»

Schweizerhof - Mit einer Kampagne wurde in der Region eine neue Zeitung angepriesen. Nun ist klar: Es war eine Marketing-Aktion aus der Tourismusbranche.

von Sonja Gambon

Am Bahnhof Luzern wurde am Donnerstag eine «neue Zeitung» angepriesen. Schnell wird klar: es ist ein Content-Markting-Produkt des Schweizerhofs. Darin finden sich Geschichten rund um das Hotel – von berühmten Gästen, Rezepten aus der Küche oder Porträts verschiedener Mitarbeitenden. Auch Inserate finden sich in der Publikation – allerdings nicht aus finanziellen Gründen, sondern um das Layout von Zeitungen so echt wie möglich zu interpretieren, heisst es seitens des Schweizerhofs.

«Best Times» wurde im Vorhinein durch eine Plakatkampagne angekündigt. «Luzern freut sich auf eine neue Zeitung», hiess es in grossen Lettern auf weissem Hintergrund, aber ohne Absender. «Dies sorgte für wilde Spekulationen in der etwas kargen Medienlandschaft», erklärt Roman Omlin, Leiter Verkauf und Marketing des Schweizerhofs, gegenüber persoenlich.com. Besonders über eine allfällige Printausgabe des Online-Magazins «zentralplus» habe zu reden gegeben, sei von diesen aber dementiert worden.

Die Publikation, die zweimal jährlich in einer Auflage von 40'000 Exemplaren in der Region Luzern erscheinen wird, wurde vom Schweizerhof zusammen mit Dany Bucher, Inhaber der Luzerner Agentur Wörterbucher konzipiert und erstellt. Fast alle Inhalte seien von ihm, so Omlin weiter. Ein reiner PR-Gag also? «Natürlich steht Marketing im Hintergrund», räumt der Marketingleiter ein. Es gehe aber auch darum, mit einem Printprodukt wieder etwas zur Ruhe zu kommen und den Gästen etwas zu geben, womit sie sich vertieft mit dem Hotel auseinandersetzen können.

Das Hotel nutzt das Medium auch gleich, um Stellung zum «Plan Lumière» zu nehmen. Dabei handelt es sich um eine Debatte rund um die farbig beleuchteten Fenster des Schweizerhofs.

«Best Times» wird also auch als Kommunikationskanal verwendet. News sollen bald auch online mehr Raum bekommen, zudem könne man die Publikation als e-Paper lesen, erläutert Omlin. So oder so: für das Hotel war das ein gelungener Marketingcoup.