Die Ergebnisse des diesjährigen Weinconcours des Deutschschweizer Branchenverbands Wein bestätigen es: die Weine aus den deutschsprachigen Regionen werden immer besser. Dasselbe soll man bald auch über deren Vermarktung sagen können. Wie der Tages-Anzeiger am Donnerstag berichtet, arbeiten die Winzer der deutschen Sprachregionen an einer Image-Korrektur. Mit einer besseren Vermarktung will man der Westschweizer Konkurrenz jetzt Marktanteile abjagen.
Dabei ist der Weinconcours als qualitative Standortbestimmung nicht die einzige Vermarktungsidee, die der Verband hat. Angedacht ist etwa die Lancierung einer gemeinsamen Publikation, die aus der Zürcher Weinzeitung "Räbe & Wii" hervorgehen soll, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Auch der in Zürich traditionelle "Tag der offenen Weinkeller", der jährlich am 1. Mai abgehalten wird, soll künftig auf das ganze Deutschschweizer Anbaugebiet ausgedehnt werden.
Laut Zeitungsbericht werden die Bemühungen des Branchenverbandes durch Werbekampagnen der Swiss Wine Promotion ergänzt. Diese wird vom Bund mit maximal 4,3 Millionen Franken gefördert und ist für den Auftritt der gesamten Schweiz verantwortlich. Da die Deutschschweiz nach dem Waadt und Wallis nur das drittgrösste Anbaugebiet ist, will man mit einer besseren Vermarktung auch den Westschweizer Winzern die Stirn bieten können.