Die Jugend als Zukunft der Werbung

Jugend Marketing Tag - Trendsetter müssen erreicht werden.

Jugend Marketing liegt im Trend. Speziell auf Jugendliche ausgerichtete Marketing-Massnahmen wie Online- und In-Game Advertising erfreuen sich immer breiterer Beliebtheit, wenn es darum geht, die attraktive Werbezielgruppe Jugendliche anzusprechen. Darum hat AdLink einen Jugend Marketing Tag ins Leben gerufen, der nun am gestrigen Donnerstag in den Räumen der Goldbach Media stattfand.

AdLink lud Referenten ein, die den Teilnehmern einerseits Einblick in Jugend-Marketing-Massnahmen und deren Umfeld, in die sie eingebetet sind, gewährten. Andererseits wurde aber auch vermittelt, warum es im Trend liegt, auf die Jugend als Zielgruppe zu fokussieren.

Heutige Jugend ist digital geboren

Arend Hendriks von MSN Europe gab seinem Vortrag den Titel „Die Zukunft der Werbung – Die Jugend“. Die heutige Jugend sei die erste Generation, die mit Tastatur, Maus und Handy in der Hand auf die Welt gekommen, sprich digital geboren sei. Hendriks machte auch deutlich, dass die digitale Revolution schon lange im Gange ist und sich daher auch das Werbeumfeld im Wandel befindet. Diesem Umstand müsse Rechnung getragen werden.

Die Jugendlichen, als neue Generation von Medienkonsumenten, verlangten Inhalte nach individuellem Geschmack. Direkte, interaktive Medien würden daher immer wichtiger und bieten laut Hendriks darum auch neue Werbemöglichkeiten.

Trendsetter müssen erreicht werden

Auch Viacom hat die Zeichen der Zeit erkannt. Mit den Musiksendern MTV und VIVA hat das Unternehmen bereits eine hohe Affinität zur Jugend. Anhand der grossen Studienreihe "Giving the Beat" wollte man aber genau herausfinden, wie Trends entstehen und Marken für Jugendliche relevant werden. Alexander Duphorn, Director Viacom Brand Solutions, stellte die Ergebnisse vor.

Die Zielgruppenforschung habe gezeigt, dass Jugend keine Frage des Alters (Age-Set), sondern eine Frage der Haltung sei (Mind-Set). Bei der Entstehung eines Trends wirken gemäss Studie drei Gruppen von Leuten entscheidend mit.

Zunächst gebe es den kleinen innovativen Kern an Leuten, der als Impulskraft für die Entwicklung von Ideen auftritt. Um diese als Trends zu setzten und zu verbreiten braucht es Multiplikatoren. Die Trends werden so schliesslich von der grossen Menge adaptiert. Im Fokus des Jugend-Marketing müssen für Duphorn die Multiplikatoren, also die Trendsetter, stehen. Die Studie von Viacom habe aber auch gezeigt, dass Kommunikation in der jugendlichen Zielgruppe nur erfolgreich sein kann, wenn man sich damit auch im Umfeld der Zielgruppe bewege.

In-Game Advertising

Eine neu aufkommende Möglichkeit, um gezielt ein Publikum in jugendlichem Umfeld anzusprechen, ist das In-Game Advertising. André Sonder von IGA Worldwide, ein Vermarkter auf diesem Gebiet, stellte die Möglichkeiten dieser Werbeform vor. In Games können nahezu alle Werbeformate aus der realen Welt, wie TV-Spots, Printanzeigen oder Anzeigetafeln, verwendet werden. Diese helfen gar in vituellen Welten Realitätsnähe zu erzeugen.

Mit Product Placement wird ebenfalls gearbeitet. Man dürfe Games aber auch nicht mit Marketing-Botschaften überladen, ein Trümmerfeld von Werbung bringe nichts.

(Text: Stefan Wyss / Fotos: Stefan Birri, usgang.ch)