Die Klangrevolution steht erst bevor

Corporate Sound - Wie Sounds die Wirkung von Marken verstärken.

Immer mehr Firmen verwenden einen eigenen Corporate Sound, der mit der Marke verbunden ist. So gehört zum Swisscom-Logo die entsprechende Musik. Auch die Migros oder Lindt machen vom Sound Branding Gebrauch. Laufen Audio-Marken den viusellen Brands je länger je mehr den Rang ab? Carl-Frank Westermann, Soundspezialist der Berliner Agentur MetaDesign glaubt nicht, dass diese Klänge die visuelle Marke ersetzen, aber der Corporate Sound sei eine "ungeheuer wichtige" Ebene der Marken- und Identitätspflege, wie er gegenüber der HandelsZeitung sagt. Westermann beruft sich auf zahlreiche Studien: Dort wurde nachgewiesen, dass die Dreifaltigkeit des Tons wirksam ist. Es kommt also auf Soundscape (Klangschaft), Stimmen und Musik an.

Westermann kritisiert, dass Firmen wie Swisscom zwar einen Corporate Sound haben, ihn aber nicht immer einsetzen. Vor allem die Telefonansagen hält er hierzulande oft für enttäuschend. Dies haben auch einzelne Unternehmen schon bemerkt: Daniel Probst, Markenchef der Swisscom, sagt, er prüfe diesen Bereich derzeit. Es soll getestet werden, ob Geschlecht, Tonlage und Dialekt der Stimmen vereinheitlich werden sollen, um das Swisscom-Gefühl zu vermitteln. Ein Musterbeispiel ist für Westermann der Mobilfunkbetreiber Orange. Das Telekom-Unternehmen habe eine "hervorragende Klanglandschaft" kreiert, sagt Westermann in der HandelsZeitung.