Die beiden Sonntagsverkäufe vor Weihnachten haben dem Schweizer Detailhandel Umsätze über jenen des Vorjahres beschert. Dabei zeigte sich wie bereits im vergangenen Jahr: Man gönnt sich wieder etwas. "Geiz ist geil" gilt unter dem Christbaum nicht. Der Konjunktur-Aufschwung findet auch im Kaufverhalten seinen Niederschlag. Der Umsatz der beiden verkaufsoffenen Adventssonntage übertrifft in diesem Jahr die bereits gute Marke 2005 noch, wie erste Schätzungen der Detailhändler am Montag ergaben.
Bei der Migros zeigten sich die Kunden durchwegs "spendabel", wie Mediensprecherin Monika Weibel sagt. Ein Trend hin zum Guten, Erlesenen, Gediegenen sei ersichtich. Bei der Migrosgenossenschaft Zürich bestätigt Mediensprecherin Eve Pfeiffer den Hang zum Erlesenen. Dieser zeige sich bei den Lebensmitteln und bei den Textilien, wo es schon einmal Seide sein darf. Daneben finde funktionale Unter- und Oberbekleidung regen Absatz, da sie nicht mehr nur beim Sport getragen werde.
Interessant ist das Vordringen der Frau in die bisherige Männerdomäne des Heimwerkens, wie Pfeiffer konstatiert. Immer mehr Frauen kauften sich ein Heimwerkerutensil oder erhielten eines geschenkt, wie die Fachmärkte der Migros feststellten. Einen Grund dafür vermutet Pfeiffer in den verschiedenen Fernsehsendungen, die sich derzeit des Themas "Frau und Heimwerkerei" annehmen.