"Diese Form des Marketings bringt eine win-win-Situation."

- Swisscom hat die Dialog-Aktion "meintyp.ch" gestartet. Herr und Frau Schweizer können zwischen dem 10. August bis Ende Oktober mittels Online-Test herausfinden, zu welchem Kommunikationstyp sie gehören. Was bezweckt die Swisscom mit dieser Aktion? Geht es nur darum Adressen für Werbezwecke zu generieren? "persoenlich.com" hat Liliane Christen, Projektleiterin www.meintyp.ch, Swisscom Group Communications, dazu befragt.

Liliane Christen, was bezweckt Swisscom mit der Dialog-Aktion "meintyp.ch"?

Swisscom beschreitet in Sachen Interaktivität Neuland. Mittels Dialog will Swisscom den Kontakt mit der Schweizer Bevölkerung auf sympathische, menschliche Art und Weise verstärken und erfährt gleichzeitig mehr über deren Gewohnheiten. Die interaktive Plattform www.meintyp.ch weckt mit einem Online-Test die Neugier des Menschen auf spielerische Weise und fördert den kommunikativen Austausch.

Was hat der Teilnehmende davon?

Er oder sie erfährt mittels Online-Test, welcher Kommunikationsverhaltenstyp er ist. Sein Typ ist ausführlich beschrieben und mit ein paar nicht allzu Ernst nehmenden Details wie Lieblingsmusik oder –Essen angereichert. Tipps und Tools zeigen dem Kunden, wie sein Verhalten auf die anderen Typen wirkt und welches Kommunikationsprodukt zu ihm passt. Er kann mit Gleichgesinnten chatten und nimmt an einem attraktiven Wettbewerb teil.

Kann man Menschen so typisieren?

Natürlich regt die Aktion durch spielerische Elemente zum Mitmachen an. Dieses Spielerische greift auch bei der Typisierung. Diese beleuchtet besonders die alltäglichen Kommunikationsbedürfnisse jedes Einzelnen.

Basiert die Typologie auf wissenschaftlichen Grundlagen?

Die sieben Typen sind von Swisscom Innovations -- der Forschung und Entwicklung -- ermittelt worden. Hier wird der Grundstein für zukünftige Produkte und Dienste gelegt. Rund 170 Fachpersonen suchen, forschen und evaluieren neue Technologien und vermitteln dieses Know-How in die Gruppengesellschaften von Swisscom. Die Abteilung User Research war bei der Grundlagenforschung für die Kommunikationsverhaltenstypen federführend. In diesem Team von Swisscom Innovations beschäftigen sich 15 Personen ausschliesslich mit Kundenverhalten. Kunden werden beispielsweise mit Hilfe von neu entwickelten Prototypen befragt und beobachtet. Die Ergebnisse dieser Tests fliessen in die Weiterentwicklung neuer Produkte ein. Die meisten Teammitglieder haben einen sozialwissenschaftlichen Hintergrund und sind Psychologen oder Soziologen.

Will man nach dem Test am Wettbewerb teilnehmen, muss man die Adresse angeben. Geht es nicht in erster Linie darum Kundendaten zu sammeln, um diese später gezielt für den Verkauf einzusetzen?

Wir benötigen die Adresse, um die Gewinner schriftlich zu benachrichtigen. Die Adressen werden nicht für Verkaufsaktionen eingesetzt. Das kommunizieren wir auf der Internet-Seite und daran halten wir uns strikt.

Was macht diese interaktive Form des Marketings so attraktiv?

Ich bin sicher, dass mittels Interaktivität eine direkte Kundenansprache stattfindet. Der Kunde hat im Dialog die Möglichkeit, seine Meinung zu äussern und das Unternehmen lernt die Kundenbedürfnisse noch besser verstehen und bringt immer kundegerechtere Produkte und Angebote auf den Markt. Diese Form des Marketings bringt dem Käufer und Verkäufer eine win-win-Situation.