Digitalisierung nimmt in der Schweiz zu

Publicis/Microsoft - Digital Life Index zum 3. Mal erhoben.

Zum 3. Mal erheben Publicis und Microsoft gemeinsam den Digital Life Index. Die halbjährlich durchgeführte repräsentative Studie zum Stellenwert digitaler Medien und Technologien im Schweizer Alltag macht deutlich, dass Internet und die Digitalisierung im allgemeinen ungebremst auf dem Vormarsch sind. Der Digital Life Index setzt sich aus fünf erfassten Bereichen zusammen: Einkauf, Kommunikation, Information, Wertschätzung & Unterhaltung. Seit Beginn der Erhebung steigt der DLI konstant an. Gegenüber der letztmaligen Messung ist er um 7 Prozent angestiegen und befindet sich momentan bei 36 Prozent.

Im Vergleich zur letzten Befragung im Herbst 2009 ist der Anteil der Personen, die im letzten Monat übers Internet eingekauft haben, um knapp 20 Prozent gewachsen. Damit steht der Teilindex "Digitales Einkaufen" heute bei 44 Prozent. Massgeblich verantwortlich für diesen Anstieg sind insbesondere die 30 bis 49 jährigen Personen. Bereits deutlich mehr als die Hälfte in dieser Altersgruppe hat in den 4 Wochen vor der Befragung zumindest etwas übers Internet eingekauft, dies entspricht einem Wachstum von 24 Prozent gegenüber der letzten Befragung. Bei den über 50-Jährigen sind es immerhin bereits rund ein Viertel, die im Vormonat online eingekauft haben.

Am eindrücklichsten äussert sich die Digitalisierung im Alltag der Jüngsten: Bei den 15 bis 19 jährigen Jugendlichen beträgt der Gesamtindex über sämtliche Bereiche hinweg 49 Prozent. Das ist im Vergleich mit den über 50-Jährigen (23 Prozent) ein mehr als doppelt so hoher Digitalisierungsgrad.

Über alle Bereiche des DLI weisen Männer einen deutlich höheren Digitalisierungsgrad auf als Frauen. Am deutlichsten sind die Unterschiede bei der Betrachtung des Geschlechter spezifischen Informationsverhalten (für zwei von fünf Männern ist heute eine digitale Informationsquelle das wichtigste Medium, um sich über das tägliche Zeitgeschehen zu informieren, bei den Frauen ist dies nur bei rund einem Viertel der Fall). Besonders knapp fallen die Geschlechtsunterschiede im Bereich Unterhaltung aus. Dort zeigen die Männer nur gering grössere Vorlieben für das Digitale als die Frauen.

Ebenfalls deutlich ist die Abhängigkeit des Digitalisierungsgrades vom Einkommen. Wenig überraschend ist dabei der Anteil an Personen, die über das Internet einkaufen, bei Einkommensstarken höher. Auffallend ist jedoch der entsprechende Trend in den Bereichen Kommunikation und Information. So haben z.B. fast doppelt so viele Personen in der Gruppe mit über CHF 9?000.- Haushaltsbrutto-Einkommen am Tag vor der Befragung über digitale Hilfsmittel kommuniziert (82 Prozent), wie in der Gruppe der Personen mit einem Einkommen bis CHF 6?000.- (45 Prozent).