Die Bon-appétit-Gruppe, zu der unter anderem der Discounter Pick Pay und die im Franchising-System betriebenen Primo/Vis-à-vis-Läden gehören, will laut Cash noch in diesem Jahr ein neues Marketing- und Vertriebskonzept für den selbstständigen Detailhandel präsentieren. Den Quartierlädeli drohe damit Ungemach, schreibt die Wirtschaftszeitung.
Die Besitzer würden sich nämlich nur einen Teil ihrer Ware von der Bon-appétit-Tochter Usego liefern lassen, erklärt Cash. Bei den Primo-Läden liege der Belieferungsanteil bei 45 Prozent, bei Vis-à-vis sogar nur bei 38 Prozent. Der Rest werde selbstständig eingekauft. "Dieser Anteil ist viel zu tief, damit eine Belieferung für Bon-appétit rentabel wäre", wird ein anonymer Kadermann von Cash zitiert.
Sprecherin Claudia Bürgler versichert zwar gegenüber Cash, dass Usego keine Lieferverträge kündigen werde, aber: "Es ist unser Ziel, die Belieferungstreue der Detaillisten zu erhöhen. Eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Belieferung ist nur mit einer Bündelung der Bestellung möglich."