Druck auf Werbestrategien der Autobauer

EU - Fokus auf Sportlichkeit soll reduziert werden.

Die EU-Kommission verstärkt den Druck auf die Werbestrategien der Autobauer. Wie Horizont berichtet, fordert die Behörde bis Mitte 2007 einen "EUweiten Verhaltenskodex für die Vermarktung von Autos und die entsprechende Werbung". Die Kommission zielt mit dieser Massnahme auf den aktuellen Streit um die Abgas-Limits. "Sportlichkeit und Dynamik" der Autos sollen aus den Kampagnen verschwinden, heisst es in einem Strategiepapier der Kommission. Gefördert werden sollen hingegen Werbungen, die "nachhaltige Verbrauchsmuster" fördern.

Die Beschränkungen sind zwar als freilwillige Verpflichtungen deklariert, Experten befürchten aber, dass es dabei nicht bleiben wird: "Die EU-Kommission agiert mit einem deutlichen Unterton: Wenn ihr nicht handelt, handeln wir", sagte Volker Nickel, Spercher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft gegenüber Horizont. Von den Massnahmen betroffen wären vor allem Porsche, BMW und Audi, die im Laufe der Jahre Millionenbeträge in die sportliche Postitionierung ihrer Fahrzeuge investiert haben. "Wir überprüfen derzeit, inwieweit wir unsere Werbestrategie der aktuellen Diskussion anpassen", sagte ein BMW-Sprecher zu Horizont.