In Europa werden derzeit acht Prozent des Reiseumsatzes über das Internet erwirtschaftet, das bedeutet einen Zuwachs von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den USA machen die Online-Buchungen bereits 19 Prozent des Reisemarkts aus. Diese Zahlen gab das Kompetenznetzwerk anet, die Plattform für Forschung, Entwicklung und Umsetzung von eTourismus, heute, Donnerstag, auf einer Pressekonferenz bekannt.
Der starke Zuwachs des Online-Reisemarkts bedingt eine rasche Weiterentwicklung von IT- beziehungsweise E-Commerce-Anwendungen im Tourismus. "Das ehrgeizige Ziel von anet ist nun die Positionierung Österreichs als ein international führendes Beispiel bei der Entwicklung und Verwendung intelligenter, kundenorientierter eTourismus-Systeme am Markt", sagte Hannes Werthner, wissenschaftlicher Koordinator des Kompetenznetzwerks.
Neben der Grundlagenarbeit zum Online-Tourismus in Form von Analysen touristischer Steakholder widmet sich anet auch der Produktentwicklung. So entwickelte das Kompetenzzentrum unter anderem der etPlanner, eine mobile Planungshilfe zur Gestaltung personalisierter Reiseaufenthalte.
Mittels mobiler Endgeräte wie zum Beispiel Handys wird der Urlaub geplant und unterstützt. Auf relevante Ereignisse wie etwa Flugverspätungen oder schlechtes Wetter kann der Reisende dann in Echtzeit reagieren. Weitere Projekte befassen sich mit webbasierten touristischen Werbewirkungsanalysen, der Markteffizienz von Online-Auktionen für den Tourismus oder einem mobilen GPS-basierten Wanderführer. (pte)