TV-Formate werden für die Unternehmenskommunikation immer wichtiger. Grund dafür sind nicht nur die deutlich gesunkenen Kosten, sondern vor allem das Mediennutzungsverhalten der Konsumenten. "Videos im Internet sind kein blosses Freizeitphänomen mehr, sie haben sich im Geschäftsalltag international längst durchgesetzt", sagt Thomas Mickeleit, Director of Communications bei der Microsoft Deutschland GmbH. Die Generation der 15- bis 24-Jährigen zieht bereits heute in Teilbereichen das Web dem TV-Kanal vor und wird diese Gewohnheit in die Unternehmen tragen.
Bewegte Bilder haben sich zu einem wichtigen Faktor und Instrument jeder Kommunikationsstrategie entwickelt, weil sie die Botschaften eines Unternehmens viel rascher und präziser auf den Punkt bringen können, erläutert Stefan Schmädeke, Head of Consulting bei TVN Corporate Media: "Bewegtbild ist dem Text und Foto in jeder Beziehung überlegen. Seine Potentiale kann die Kommunikation - mit Videos, Podcasts, Livestreams oder Video on demand - aber nur dann ausspielen, wenn das Konzept dahinter stimmt." Es kommt darauf an, dem Bewegtbild eine klar umrissene Aufgabe zu geben und laufend zu prüfen, ob die Ziele, die mit dem Medium verbunden sind, auch erreicht werden, sagt Schmädeke. Das gelingt am besten im Internet bzw. in den internen Netzen der Unternehmen. Denn hier stehen interaktive Funktionen und Messmethoden zur Verfügung, die sowohl eine qualitative wie auch eine quantitative Bewertung der Mediennutzung ermöglichen.
"Der Nachweis des Nutzens der Bewegtbildkommunikation ist die Herausforderung, vor der Produzenten und Kommunikationsabteilungen in den Unternehmen stehen", ist Schmädeke überzeugt. Die Nachfrage insbesondere von groÃen internationalen Konzernen nach unternehmenseigenen TV-Formaten steigt kontinuierlich, sagt der TV-Profi. Die TVN-Gruppe bietet alle Ressourcen, um dieser Nachfrage zu begegnen. Von der kreativen Konzeption über die redaktionelle und didaktische Umsetzung bis zur Technik: 300 feste Mitarbeiter und ebensoviele Freie stehen zur Verfügung. Sie arbeiten in Studios, Niederlassungen und bei Partnerunternehmen in ganz Deutschland.
Der Schweizer Spezialist auf dem Gebiet Corporate-TV und Betreiber der Plattform internetTV.ch - die ipmedia AG in St. Gallen und Zürich, sieht es ebenso. Marco Demont, Geschäftsführer und WebTV-Pionier blickt auf mehrere Jahre Erfahrung in seinem Business zurück. "Politik und Sport waren die ersten, die wir serviciert haben. Seit kurzem merken wir, dass auch die Nachfrage bei Unternehmen und Verbänden sprunghaft steigt." Der Kunde ist bereit, in die WebTV-Kommunikation zu investieren, aber er bleibt vorsichtig und will zuerst einmal Erfahrungen sammeln, so Demont. Dass Unternehmens-TV wichtiger wird, zeigen auch jüngste Umfragen des Videokonferenzspezialisten CISCO. 70 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass durch den stäkeren Einsatz von Videoanwendungen Einsparungs- und Innovationspotenziale generiert werden können. Die Bereiche Werbung, Marketing und PR (68%), Aus- und Weiterbildung oder Verkauf und Vertrieb (je 50%) wurden dabei am häufigsten genannt. Nicht ohne Grund: Audio-visuelle Medien haben laut dieser Studie mit Abstand den höchsten Reminder-Effekt aller Kommunikationsmedien: Über 70%. Print folgt mit etwa 50%, und Audio rangiert mit etwa 35% bereits abgeschlagen. (pte)