Ein Drittel der Schweizer vertraut Journalisten und Werbern

Studie - Am meisten Vertauen zu Feuerwehrleuten.

Nur ein Drittel der Schweizer hat Vertrauen in Journalisten und Werber. Dies ergab Europas grösste repräsentative Konsumentenstudie "Reader's Digest European Trusted Brands 2005", an der sich rund 25'000 Personen beteiligten, davon rund 1100 aus der Schweiz. Den Journalisten vertrauen in der Schweiz 35 Prozent der Befragten, was dem Gesamtschnitt in Europa von 36 Prozent entspricht. Den Werbern trauen in der Schweiz 31 Prozent. Dieser Wert ist aber doppelt soch hoch, wie der gesamteuropäische Schnitt, der bei 16 Prozent liegt.

Am meisten Vertrauen zu Feuerwehrleuten

"In welche der 16 genannten Berufe haben Sie Vertrauen?" So lautete die Frage, die rund 1100 Schweizer Leserinnen und Leser von Das Beste / Reader's Digest repräsentativ beantworteten. Wie schon im Vorjahr haben in der Schweiz die Feuerwehrleute mit 97 Prozent Nennungen die Nase vorn. Auch in 12 weiteren Ländern siegten die Feuerwehrleute. Einzige Ausnahme bildet Portugal, wo das Vertrauen in die Piloten noch eine Spur grösser ist.

Kein Veränderung gegenüber dem Vorjahr gab es auf Rang 2, wo 95 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer den Krankenschwestern vertrauen. Nicht mehr auf dem Podest zu finden sind die Apotheker. Diese wurden von den Piloten abgelöst, welche von Rang 5 auf Rang 3 aufstiegen. Im Zuge der Kostenexplosion im Gesundheitswesen erstaunt der erneute Vertrauensverlust in die Ärzte nicht, die mit 86 Prozent (Vorjahr 88 Prozent) trotz ihrer hohen Werte nur noch auf dem 5. Rang sind.

Im Mittelfeld der vertrauensvollsten Berufe gelandet sind die Landwirte (81 Prozent), die Lehrer (74 Prozent), die Taxifahrer (65 Prozent), die Reiseveranstalter (54 Prozent) und die Rechtsanwälte (50 Prozent). All diese Berufe geniessen in der Schweiz ein grösseres Vertrauen als im gesamteuropäischen Vergleich.

Autoverkäufer und Politker am Schluss

Am Ende der Rangliste findet man die Autoverkäufer und die Finanzberater mit je 28 Prozent sowie weit abgeschlagen die Politiker mit 18 Prozent. Allerdings muss hier zur Ehrenrettung der Schweizer Parlamentarier und Regierungsmitglieder hinzugefügt werden, dass sie nicht nur 3 Prozentpunkte zugelegt haben, sondern auch im gesamteuropäischen Vergleich (9 Prozent) mit Abstand den höchsten Wert erzielt haben.