Ein Lawinenwinter mit Werbeeffekt

Tourismusmarketing - Die grossen Schneemengen sind – insbesondere während dem Weltwirtschaftsforum in Davos – unbezahlbare Werbung für Schweizer Feriendestinationen.

Zermatt war während Tagen von der Aussenwelt abgeschnitten, auf den Strassen rund um Davos herrscht Chaos: Seit Jahren fiel nicht mehr so viel Schnee in der Schweiz wie in diesem Winter. Die Tourismusdestinationen hatten zwar einerseits anspruchsvolle und nicht alltägliche Situationen zu meistern, doch insgesamt überwiegen die positiven Effekte: Während des WEFs ist Davos im globalen Fokus der Medien, die Bilder der Traumschneelandschaften sind Gold wert.

Rund eine halbe Milliarde Menschen würden wegen dem WEF medial erreicht, wie Samuel Rosenast, der Mediensprecher der Destination gegenüber «10vor10» sagt. Mit dem Besuch Trumps erwartet er dieses Jahr eine noch höhere Zahl. Nicht nur offizielle Medienberichte, auch Posts und Fotos in den sozialen Medien zeigen die Schweizer Schneepracht rund um die Welt. So war etwa der Bollywood-Star Shah Rukh Khan Gast am Eröffnungsabend. Laut «10vor10» erreicht er mehrere Dutzend Millionen Menschen, die grösstenteils noch nie Schnee gesehen haben.

Auch in Zermatt haben die Verantwortlichen verstanden, wie man von der vermeintlichen Notsituation profitieren kann: Ausreisewillige Wartende wurden bestens versorgt, denn: « Ihre Launen und Posts sind entscheidend für die Aussenwahrnehmung der Situation», so Tourismusdirektor Daniel Luggen im «10vor10».

Über 100 Medienanfragen aus aller Welt gingen in den letzten Tagen bei Luggen ein – täglich. Dazu sei ein dreiköpfiger Medienkrisenstab gegründet worden. «Die internationale Präsenz ist unbezahlbar», so Luggen. (maw)