Müller Martini baut weitere rund 100 Stellen ab, wie die Herstellerin von Systemen für die Druckverarbeitung und den Versand am Montagabend mitteilte. Laut der Gewerkschaft Unia erhalten dabei 59 Personen die Kündigung. Am Standort Zofingen AG werden 36 Personen entlassen, wie ein Unia-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. 22 weitere Angestellte würden vorzeitig pensioniert. Die restlichen 23 Kündigungen werden laut dem Sprecher in Hasle LU, Stans und Felben-Wellhausen TG ausgesprochen.
Den erneuten Abbau begründet das Unternehmen im Communiqué mit dem äusserst schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Umfeld für die Maschinenindustrie und die Strukturveränderungen in der grafischen Industrie. Mit der Betriebskommission sei ein grosszügiger Sozialplan vereinbart worden, schreibt das Unternehmen. Ein Teil des Stellenabbaus werde auch durch natürliche Fluktuation abgefangen.
Es ist bereits die dritte Abbaurunde bei Müller Martini in diesem Jahr in der Schweiz: Im Februar hatte die Gruppe 60 Stellen gestrichen. Im Mai gab Müller Martini den Abbau von weiteren rund 150 Stellen bekannt. Die Firmengruppe beschäftigt hierzulande rund 1800 und weltweit über 3500 Angestellte. (sda)